Absturzschutz, Hessen

Absturzschutz in Hessen: Behörden kontrollieren Laderampen und Großfahrzeuge

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 17:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Drei Regierungspräsidien prüfen im November Schutzvorkehrungen an Laderampen und großen Fahrzeugen, um Absturzrisiken zu verringern.
Leere Industrierampe mit Metallgeländer zur Absturzsicherung bei trübem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Die hessischen Regierungspräsidien Darmstadt, Gießen und Kassel führen vom 9. bis 13. November 2026 die dritte landesweite Aktionswoche zur Absturzgefährdung durch. Bei der Prüfinitiative stehen Kontrollen der Absturzsicherung an Laderampen sowie an großen Fahrzeugen im Fokus. Betroffen sind unter anderem Lastkraftwagen, Baumaschinen und landwirtschaftliche Fahrzeuge.

Kontrollen im Rahmen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie

Die Kontrollwoche ist in die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) eingebunden, die von Bund, Ländern und den Trägern der Gesetzlichen Unfallversicherung getragen wird. Innerhalb des Jahres 2026 handelt es sich bereits um die dritte hessische Schwerpunktwoche zur Absturzprävention. Zuvor hatten die Aufsichtsbehörden bereits Kontrollaktionen zu den Gefahrenbereichen Gerüste und Dächer umgesetzt.

Die Durchführung der Überprüfungen ist regional aufgeteilt. In Südhessen übernimmt das Regierungspräsidium Darmstadt die Kontrollen vor Ort. In Mittelhessen kontrollieren die Arbeitsschutzdezernate Gießen und Hadamar des Regierungspräsidiums Gießen die Betriebe und deren Fuhrparks.

Prüfschwerpunkte und Risikofaktoren im Arbeitsalltag

Die Aufsichtsbeamtinnen und -beamten der drei Regierungspräsidien Darmstadt, Gießen und Kassel untersuchen bei ihren Betriebsbesuchen konkrete bauliche und organisatorische Schutzvorkehrungen. Dazu zählen Geländer an ungenutzten Rampenbereichen, der Zustand von Trittstufen, Haltegriffen und Standflächen an Großfahrzeugen sowie das Vorhandensein und die Qualität von Sicherheitsunterweisungen für das Personal.

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Die Abteilungsleiterin für Arbeitsschutz beim Regierungspräsidium Darmstadt, Jutta Flocke, erklärte, das vorrangige Ziel sei die Sensibilisierung für bestehende Risiken. Auch Stürze aus vergleichsweise geringer Höhe bergen ein erhebliches Verletzungsrisiko und führen häufig zu schweren Kopfverletzungen.

Holger Lehnhardt und Betina Schuch, die beim Regierungspräsidium Gießen für die fachliche Koordination zuständig sind, hoben hervor, dass Hektik, ungeeignete Trittflächen und fehlende Haltegriffe zu den häufigsten Unfallursachen gehören.

Martin Rößler vom Regierungspräsidium Gießen sowie Regierungspräsident Mark Weinmeister unterstrichen übereinstimmend, dass Absturzunfälle großes menschliches Leid sowie erhebliche Kosten für die Heilbehandlung nach sich ziehen. Beide betonten zugleich, dass sich derartige Arbeitsunfälle durch konsequent angewandte Schutzmaßnahmen wirksam vermeiden lassen.

Behördenübergreifender Dialog über Präventionsmaßnahmen

Die Reduzierung von Absturzunfällen im Rahmen der GDA beschäftigt die Behörden auch über Landesgrenzen hinweg. Beim Landratsamt Ortenaukreis fand hierzu ein Runder Tisch zur Arbeitssicherheit statt, an dem rund 40 Vertreter der staatlichen Gewerbeaufsicht und der Unfallversicherungsträger teilnahmen.

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Neben der Vermeidung von Absturzunfällen befasste sich das Treffen mit Hitzeschutz am Arbeitsplatz sowie dem Verfahren zur Digitalisierung von Unfallanzeigen in Baden-Württemberg.

Der Leiter des Amts für Gewerbeaufsicht, Immissionsschutz und Abfallrecht am Landratsamt Ortenaukreis, Maximilian Ganninger, erklärte dazu, Ziel solcher Formate sei es, das Bewusstsein für Prävention zu stärken, den fachlichen Austausch zu vertiefen und durch verkürzte Kommunikationswege Arbeitsunfälle nachhaltig abzuwenden.

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