Behörden, A15-Besoldung

Ärztemangel: Behörden locken mit A15-Besoldung und 55.000-Euro-Prämien

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 02:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Brandenburg und Hannover schreiben mehrere A15-Stellen für Arbeitsmediziner aus. Die Behörden locken mit unbefristeten Verträgen und Zulagen.

Brandenburg und Hannover: Neue A15-Stellen fĂĽr Arbeitsmediziner
Ein Stethoskop liegt auf einem Schreibtisch neben offiziellen Dokumenten, die den öffentlichen Dienst und die Gesundheitsverwaltung repräsentieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) Brandenburg und die Stadt Hannover schreiben mehrere Stellen für Betriebs- und Arbeitsmediziner aus. Die Behörden locken mit unbefristeten Verträgen und attraktiven Gehältern.

Brandenburg sucht Fachärzte für drei Standorte

Das LAVG Brandenburg hat Positionen für Fach- und Assistenzärzte in der Arbeitsmedizin ausgeschrieben. Die Stellen sind in Potsdam, Cottbus und Oranienburg angesiedelt. Zum Job gehören arbeitsmedizinische Betreuung, Vorsorgeuntersuchungen, Impfberatungen und die Mitarbeit im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM).

Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe E15 TV-L beziehungsweise Besoldungsgruppe A15. Hinzu kommt eine mögliche Fachkräftezulage. Branchenkenner schätzen das Gehalt für Assistenzärzte auf 4.400 bis 5.500 Euro. Bewerber können sich bis zum 9. August 2026 über das Portal Interamt bewerben. Ansprechpartner sind Frau Kleinridders und Dr. Moritz Gebhard.

Feuerwehr Hannover sucht Spezialisten

Parallel dazu sucht Hannover einen Facharzt für Arbeitsmedizin – speziell für die Feuerwehr. Die Stelle ist in Voll- oder Teilzeit möglich und ebenfalls mit A15 beziehungsweise E15 dotiert. Der Job umfasst die medizinische Versorgung der Einsatzkräfte, Einstellungsuntersuchungen und Beratungen. Bewerbungsschluss ist der 24. August 2026.

Auch in Bayern zeigen aktuelle Stellenlisten der Landratsämter: Der Bedarf an Arbeitsmedizinern bleibt hoch.

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Das LAVG Brandenburg und die Feuerwehr Hannover schreiben mehrere A15-Stellen für Arbeitsmediziner aus – unbefristet, mit Fachkräftezulage. Wer sich bis zum 9. August 2026 bewirbt, hat die besten Chancen. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Bewerbung optimieren und welche Gehaltsbestandteile Sie verhandeln können. Jetzt Bewerbungs-Leitfaden anfordern

Finanzielle Anreize gegen den Ärztemangel

Die Rekrutierungsoffensive kommt nicht von ungefähr. Besonders in Brandenburg ist die Versorgungslage angespannt. Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) und die Krankenkassen bieten daher Hausärzten Prämien von bis zu 55.000 Euro – für 22 betroffene Regionen wie Frankfurt (Oder), Cottbus oder Eberswalde.

Das Land setzt zudem auf langfristige Bindungsprogramme:
- Angehende Landärzte können Stipendien von 1.000 Euro pro Monat erhalten.
- An der Medizinischen Universität Lausitz sind zehn Prozent der Studienplätze für Bewerber reserviert, die sich zur Arbeit in unterversorgten Gebieten verpflichten.

Nordrhein-Westfalen zieht nach: Die Landarztquote steigt zum Wintersemester 2026/27 von 7,8 auf 8,8 Prozent. 227 Studienplätze stehen dann für Bewerber bereit, die sich für zehn Jahre an den ländlichen Raum binden.

Prävention versus Sparkurs

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Die KVBB und Krankenkassen locken Hausärzte mit Prämien von bis zu 55.000 Euro in 22 unterversorgte Regionen Brandenburgs – zusätzlich zu A15-Gehältern im öffentlichen Dienst. Unser Report erklärt, wie Sie von diesen Förderprogrammen profitieren und welche langfristigen Bindungsoptionen (Stipendien, Landarztquote) es gibt. Prämien-Report jetzt sichern

Während der öffentliche Dienst um Personal wirbt, wächst die Sorge vor Sparmaßnahmen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen in Berlin und Brandenburg warnen vor den Folgen eines geplanten Sparpakets für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Allein in Berlin drohen Mindereinnahmen von 130 Millionen Euro jährlich für die ambulante Versorgung. Die Folge: längere Wartezeiten und weniger Vorsorgeleistungen.

Gleichzeitig plant das Bundesgesundheitsministerium eine Präventionsoffensive. Vorgesehen sind verpflichtende Einladungen zu Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche (U10, J1) sowie ein neuer Check-up für Menschen über 60. 2025 sollen die GKV-Ausgaben für Prävention bei rund 734 Millionen Euro liegen. Unterstützung kommt von Ärztepräsident Reinhardt und dem GKV-Spitzenverband.

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