Alaska beantragt Abweisung der Trump-Klage bei Senatswahl
Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 11:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie republikanische Regierung in dem Bundesstaat forderte einen Bundesrichter auf, eine entsprechende Klage des US-Justizministeriums abzuweisen, wie aus einem Dokument hervorgeht. Die EinwĂ€nde der US-Regierung "liefern diesem Gericht keinen Grund, diese unbegrĂŒndete Klage noch lĂ€nger aufrechtzuerhalten", heiĂt es weiter. Bereits an diesem Dienstag wird in den USA gewĂ€hlt.
Im Kern geht es der Trump-Regierung darum, die BestĂ€tigung einer möglichen Wahlniederlage des republikanischen Senators Dan S. Sullivan zu verhindern. Dieser muss sich kommenden Dienstag gegen die demokratische Kontrahentin Mary Peltola und den politischen Neuling Dan J. Sullivan durchsetzen. Trump und seine Partei befĂŒrchten, dass unaufmerksame WĂ€hler aufgrund der Namensgleichheit zwischen Amtsinhaber und Herausforderer ihr Kreuz falsch setzen könnten.
Trump hatte das Justizministerium daraufhin angewiesen, eine Klage gegen den nördlichsten US-Bundesstaat einzureichen. Damit will er eine BestÀtigung der Wahlergebnisse verhindern, falls dem republikanischen Amtsinhaber wegen einer Namensverwechslung am Ende Stimmen fehlen sollten. Am Freitag versuchte das Ressort dann vor Gericht zu erwirken, dass bestimmte Stimmzettel nach der Senatswahl gesondert aufbewahrt werden. Ziel sei es, so - falls nötig - untersuchen zu können, ob WÀhlerinnern und WÀhler bei der Stimmabgabe aufgrund der Namensgleichheit verwirrt gewesen seien.
Alaska hÀlt nichts von den Argumenten der Trump-Regierung
Der Bundesstaat argumentierte nun, dass dies ohnehin nicht nachzuverfolgen sei. So seien die Stimmzettel ohne Namen versehen und wĂŒrden vermischt werden, um das Wahlgeheimnis zu wahren. "Das geheime Wahlrecht ist selbst ein entscheidender Bestandteil der IntegritĂ€t des Wahlprozesses", hieĂ es weiter. Zudem habe die Regierung ohnehin kein Recht, in die Wahl einzugreifen: So liegt die SouverĂ€nitĂ€t ĂŒber die Wahlleitung von Gesetzes wegen bei den Bundesstaaten.
Die Beamten in Alaska betonten auĂerdem, dass einer Verwirrung zwischen beiden namensgleichen Kandidaten bereits vorgegriffen sei. So könnten sich WĂ€hler vorab informieren und der Wahlzettel sei so gestaltet worden, damit beide Sullivans unterschiedlich bezeichnet werden. WĂ€hrend bei Dan S. Sullivan entsprechend die Bezeichnung "Amtsinhaber" und "Registrierter Republikaner" hinzugefĂŒgt wurde, wird der politische Neuling ohne Zusatz gelistet.
