Auch US-Bundesstaat Maine schlieĂt Trump von Vorwahl aus
29.12.2023 - 08:27:33Das teilte das zustÀndige Ministerium in Augusta am Donnerstagabend (Ortszeit) auf der Plattform X, vormals Twitter, mit.
Trumps Wahlkampfteam kĂŒndigte direkt an, gegen die Entscheidung vorgehen zu wollen. In Maine war die fĂŒr Wahlen zustĂ€ndige Secretary of State Shenna Bellows zu dem Schluss gekommen, dass der Vorwahlantrag des Ex-PrĂ€sidenten "ungĂŒltig" sei. Trump sei laut einem Verfassungszusatz "nicht fĂŒr das PrĂ€sidentenamt qualifiziert". Demnach sind Personen von Wahlen ausgeschlossen, die einen "Aufstand" gegen die Verfassung angezettelt haben, hieĂ es in Bellows ErklĂ€rung.
Sie sei sich bewusst, dass kein Secretary of State jemals einem PrĂ€sidentschaftskandidaten den Wahlzugang auf jener rechtlichen Grundlage verwehrt habe, schrieb die Demokratin abschlieĂend. "Ich bin mir auch dessen bewusst, dass sich kein PrĂ€sidentschaftskandidat je zuvor an einem Aufstand beteiligt hat."
AnhĂ€nger Trumps hatten am 6. Januar 2021 den Parlamentssitz in Washington gestĂŒrmt. Dort war der Kongress zusammengekommen, um den Sieg des Demokraten Joe Biden bei der PrĂ€sidentenwahl formal zu bestĂ€tigen. Trump hatte seine AnhĂ€nger zuvor bei einer Rede aufgewiegelt. Infolge der Krawalle kamen damals fĂŒnf Menschen ums Leben. Trump muss sich wegen seiner Handlungen rund um die Abstimmung auch wegen versuchten Wahlbetrugs vor Gericht verantworten.
Auf Grundlage dieser Ereignisse versuchen diverse KlĂ€ger in verschiedenen US-Bundesstaaten, Trumps Namen von Wahlzetteln fĂŒr die PrĂ€sidentenwahl 2024 streichen zu lassen. Der 77-JĂ€hrige will fĂŒr die Republikaner noch einmal gegen Biden (81) antreten und ins WeiĂe Haus einziehen.
In der Erwartung, dass Trumps Team Berufung einlegen werde, setzte Bellows ihre Entscheidung vorerst aus - wie auch in Colorado. In jenem Bundesstaat hatte das Oberste Gericht vergangene Woche ebenfalls geurteilt, dass Trump wegen seiner Rolle im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol nicht fĂŒr das PrĂ€sidentenamt geeignet sei und daher nicht an der Vorwahl teilnehmen könne. Die Organisation American Center for Law and Justice legte jedoch im Namen der republikanischen Partei von Colorado dagegen Berufung ein.
Es ist davon auszugehen, dass die Frage nach Trumps Teilnahme an den Wahlen letztlich vom Obersten US-Gericht, dem Supreme Court, geklÀrt werden muss.
Das Oberste Gericht in Colorado hat seine Entscheidung so lange ausgesetzt, bis die Frage endgĂŒltig geklĂ€rt ist. Trumps Name dĂŒrfte also auf den Wahlzetteln fĂŒr die Vorwahl seiner Partei in dem Bundesstaat Anfang kommenden Jahres stehen.
Ebenfalls am Donnerstag veröffentlichte die Secretary of State des Bundesstaats Kalifornien, Shirley Weber, die Liste der PrĂ€sidentschaftskandidaten fĂŒr die Vorwahl im MĂ€rz in dem groĂen und wichtigen Bundesstaat - mit Trump als einem der republikanischen Kandidaten darauf.

