Immobilienpreise, Wohnungsmarkt

Immobilienpreise stabilisieren sich im zweiten Quartal

20.09.2024 - 08:25:14

Am deutschen Wohnungsmarkt ging es mit den Preisen seit Mitte 2022 abwÀrts. Nun scheint der AbwÀrtstrend gestoppt. HÀuser werden wieder teurer.

  • Wohnimmobilien sind seit Mitte 2022, dem Höhepunkt des jahrelangen Booms, deutlich billiger geworden. (Archivbild) - Foto: Jan Woitas/dpa

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  • Im Vergleich zum ersten Quartal des laufenden Jahres gab es nur noch bei Wohnungen in dĂŒnn besiedelten lĂ€ndlichen Regionen PreisrĂŒckgĂ€nge. (Archivbild). - Foto: Julian Stratenschulte/dpa

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Wohnimmobilien sind seit Mitte 2022, dem Höhepunkt des jahrelangen Booms, deutlich billiger geworden. (Archivbild) - Foto: Jan Woitas/dpaIm Vergleich zum ersten Quartal des laufenden Jahres gab es nur noch bei Wohnungen in dĂŒnn besiedelten lĂ€ndlichen Regionen PreisrĂŒckgĂ€nge. (Archivbild). - Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Die Preise fĂŒr HĂ€user und Wohnungen in Deutschland stabilisieren sich nach deutlichen RĂŒckgĂ€ngen wieder. Wohnimmobilien verbilligten sich im zweiten Quartal noch um 2,6 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Zum Vorquartal stiegen die Preise um 1,3 Prozent. «Dies ist der erste Anstieg gegenĂŒber einem Vorquartal seit dem 2. Quartal 2022», schrieb die Behörde.

Im Vergleich zum ersten Quartal des laufenden Jahres gab es demnach nur noch bei Wohnungen in dĂŒnn besiedelten lĂ€ndlichen Regionen PreisrĂŒckgĂ€nge. Ein- und ZweifamilienhĂ€user verteuerten sich dagegen im Durchschnitt in allen Regionstypen gegenĂŒber dem Vorquartal, erklĂ€rten die Statistiker.

In den sieben Metropolen Berlin, Hamburg, MĂŒnchen, Köln, Frankfurt, Stuttgart und DĂŒsseldorf stiegen die Preise um 1,6 Prozent (Wohnungen) beziehungsweise 2,3 Prozent (Ein- und ZweifamilienhĂ€user) gegenĂŒber dem Vorquartal. Im Vergleich zum Vorjahresquartal waren Wohnungen dort noch 1,5 Prozent gĂŒnstiger und HĂ€user vier Prozent.

Wohnimmobilien sind seit Mitte 2022, dem Höhepunkt des jahrelangen Booms, deutlich billiger geworden. Dem Statistischen Bundesamt zufolge verbilligten sich Wohnungen und HĂ€user 2023 im Schnitt um 8,5 Prozent gemessen am Vorjahr. Das Kiel Institut fĂŒr Weltwirtschaft (IfW) sprach vom stĂ€rksten PreisrĂŒckgang seit rund 60 Jahren. Im ersten Quartal waren die Preise noch um 5,7 Prozent gefallen zum Vorjahresquartal.

Hauptgrund fĂŒr das Ende des Immobilienbooms waren gestiegene Kreditzinsen. Viele Menschen können sich die eigenen vier WĂ€nde nicht mehr leisten, VerkĂ€ufer mĂŒssen ihre Preise senken. Zuletzt sind Immobilien aber wieder etwas erschwinglicher geworden, da nicht nur die Kaufpreise, sondern auch die Bauzinsen gefallen sind. 

 

 

 

 

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