Bei Haustieren wird weniger gespart - Fressnapf im Plus
19.02.2024 - 13:12:14Wenn es um Haustiere geht, sind Verbraucher offensichtlich nicht so sparsam wie bei anderen Anschaffungen. Die Heimtierbedarfskette Fressnapf legte 2023 trotz der Inflation und der allgemeinen KaufzurĂŒckhaltung deutlich zu und knackte erstmals die Umsatzmarke von vier Milliarden Euro. Das teilte das Krefelder Unternehmen am Montag mit. «Wir haben viele zufriedene Kunden, fĂŒr die ihre Haustiere zur Familie gehören», sagte GeschĂ€ftsfĂŒhrer Johannes Steegmann.
Neben klassischen Produkten waren bei Kunden demnach zuletzt vor allem neue Serviceangebote wie eine Tierarzt-Sprechstunde und Haustier-Versicherungen besonders gefragt. Die tierÀrztliche Beratung wurde allein in Deutschland mehr als 100.000-mal in Anspruch genommen.
Der Umsatz von Fressnapf stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 13 Prozent, flĂ€chenbereinigt fiel das Plus mit 8,8 Prozent etwas geringer aus. Die steigenden Erlöse sind auch auf die Expansion des Unternehmens zurĂŒckzufĂŒhren. Im vergangenen Jahr wurden europaweit knapp neue 140 Filialen eröffnet.
Wachstum in Deutschland von gut 10 Prozent
Deutschland ist mit 2,1 Milliarden Euro Umsatz weiter der wichtigste Markt. Das Wachstum fiel mit gut 10 Prozent aber schwĂ€cher aus als beim AuslandsgeschĂ€ft, das um 19 Prozent zulegen konnte. «Unser GeschĂ€ftsmodell hat sich auch im vergangenen Jahr als robust erwiesen», sagte Fressnapf-GrĂŒnder und Inhaber Torsten Toeller. Zahlen zum Gewinn nennt das Unternehmen nicht.
Der Online-Anteil am Gesamtumsatz stieg im vergangenen Jahr auf etwa zehn Prozent. Die Fressnapf-Gruppe will kĂŒnftig noch stĂ€rker auf den Internetversand setzen. In diesem Jahr wird ein 72.000 Quadratmeter groĂes Logistikzentrum in Nörvenich gebaut, um das VersandgeschĂ€ft in Europa effizienter bedienen zu können. Dort sollen 800 ArbeitsplĂ€tze entstehen.
In den kommenden Jahren will das Unternehmen vor allem international wachsen und sein neues Marktkonzept auf andere EU-Staaten ĂŒbertragen. DafĂŒr sind nach eigenen Angaben bis Ende 2026 Investitionen von mehr als 500 Millionen Euro vorgesehen.
Fressnapf beschÀftigt europaweit etwa 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In 14 LÀndern gibt es mehr als 2100 GeschÀfte, etwa 970 davon in Deutschland. Das Ziel sind 3000 MÀrkte bis 2030.


