Kerosinkrise: FlughĂ€fen fĂŒrchten bis zu 20 Millionen Betroffene
09.05.2026 - 09:16:09 | dts-nachrichtenagentur.de
Angesichts der anhaltenden Kerosinkrise rechnen die deutschen FlughĂ€fen damit, dass im Sommer bis zu 20 Millionen Passagiere von Flugstreichungen betroffen sein könnten."Es ist zu befĂŒrchten, dass vor allem bei Low-Cost-Airlines und touristisch weniger bedeutsamen Destinationen weitere FlĂŒge gestrichen werden", sagte Ralph Beisel, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher VerkehrsflughĂ€fen (ADV), der "Welt am Sonntag"."Das Best-Case-Szenario fĂŒr 2026 ist eine Stagnation bei der Passagierentwicklung.
Passagiere vor Informationstafel am Frankfurter Flughafen - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Im Worst-Case-Szenario droht an manchen FlughĂ€fen ein KapazitĂ€tseinbruch von zehn Prozent. Hochgerechnet auf alle FlughĂ€fen wĂ€ren 20 Millionen FluggĂ€ste betroffen", sagte der ADV-GeschĂ€ftsfĂŒhrer. Einige Ziele wĂŒrden dann gar nicht mehr angeflogen, andere seltener und zu höheren Preisen.
Nach EinschĂ€tzung des Flughafenverbands drohen FlugausfĂ€lle nicht erst im Falle einer physischen Mangellage, sondern bereits vorher aufgrund der hohen Treibstoffkosten. Die Kerosinpreise seien seit mehr als zwei Monaten doppelt so hoch wie vor dem Krieg. Man rechne auch in den kommenden Monaten nicht mit einer Normalisierung, sagte Beisel. Auch wenn Kerosin verfĂŒgbar sei, könnten Airlines viele FlĂŒge zu diesen Preisen nicht wirtschaftlich durchfĂŒhren.
Zur Abmilderung der Folgen der Kerosinkrise fordern die FlughÀfen staatliche Erleichterungen. "Kurzfristig braucht es eine Aussetzung der Luftverkehrssteuer, mittelfristig zumindest eine Halbierung", forderte Beisel in der "Welt am Sonntag".
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