Umfrage, Angesichts

Umfrage: Viele Deutsche wollen 2025 noch mehr sparen

19.12.2024 - 01:00:00

Angesichts der fragilen Wirtschaftslage planen viele Deutsche, im neuen Jahr ihr Geld noch stÀrker zusammenzuhalten als bislang.

Das geht aus der Studie "Teambank-LiquiditĂ€tsbarometer" hervor, ĂŒber die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben) berichten. Demnach plant ein Viertel aller Befragten, 2025 mehr Geld zu sparen als im laufenden Jahr. 46 Prozent wollen ihr Verhalten nicht Ă€ndern, 15 Prozent möchten weniger Geld beiseitelegen.

Stark ausgeprĂ€gt ist die Sparneigung vor allem bei den JĂŒngeren: 38 Prozent der befragten 18- bis 29-JĂ€hrigen wollen mehr Geld zurĂŒcklegen als 2024. Ihre Ausgaben sorgfĂ€ltiger zu planen, beabsichtigen zudem 24 Prozent aller Befragten. FĂŒr Geschenke möchten im nĂ€chsten Jahr 35 Prozent der BĂŒrger weniger Geld ausgeben - verglichen mit nur sechs Prozent, die mehr investieren werden. 45 Prozent werden an dieser Stelle ihr Konsumverhalten nicht Ă€ndern. "Viele Menschen wollen mit Blick auf die aktuelle konjunkturelle Situation auch im nĂ€chsten Jahr eher RĂŒcklagen bilden und ihre Ausgaben sorgfĂ€ltiger abwĂ€gen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Teambank, Christian Polenz, den Funke-Zeitungen. Die Stagnation der deutschen Wirtschaft in Kombination mit den zahlreichen weltweiten Krisenherden verunsicherten die BĂŒrger. Vielen Verbrauchern seien darĂŒber hinaus auch die hohen Preissteigerungen der letzten Jahre nach wie vor prĂ€sent, auch, wenn die Reallöhne zuletzt wieder etwas gestiegen seien, so Polenz weiter. Ihre derzeitige und zukĂŒnftige finanzielle Situation schĂ€tzen die Deutschen etwas pessimistischer ein als in den vergangenen knapp zwei Jahren. Der LiquiditĂ€tsindex der Bank sank zwischen Juli und November erstmals seit Anfang 2023 - und zwar von zuvor 11,50 Punkten auf nun 11,25 Punkte. Verglichen mit der Befragung im Juli sank der Indexwert bei den unter 30-JĂ€hrigen deutlich um drei Punkte, wĂ€hrend er sowohl bei den 30- bis 49-JĂ€hrigen als auch bei den Über-50-JĂ€hrigen um jeweils 1,25 Punkte anstieg und damit eine leichte Verbesserung anzeigte, so die Bank. Generell machen sich den Ergebnissen zufolge Ă€ltere Menschen mehr Sorgen um ihre finanzielle Situation als die jĂŒngeren Befragten. Am zufriedensten sind die Befragten zwischen 30 und 49 Jahren: 71 Prozent von ihnen schĂ€tzen ihre Lage mindestens als gut ein. Knapp dahinter folgen die 18- bis 29-JĂ€hrigen mit 69 Prozent. Bei den 50 bis 79-JĂ€hrigen sind es 61 Prozent. Mit Blick auf die kommenden drei bis fĂŒnf Jahre glauben 36 Prozent, dass es ihnen in diesem Zeitraum finanziell besser gehen wird als heute, 25 Prozent erwarten hingegen eine Verschlechterung. Die Älteren blicken dabei auffallend pessimistisch in die Zukunft. 35 Prozent aller Über-50-JĂ€hrigen rechnen damit, dass sich ihre finanzielle Situation eintrĂŒben wird. Bei den 30 bis 49-JĂ€hrigen belĂ€uft sich dieser Wert auf 17 Prozent und bei den unter 30-JĂ€hrigen auf nur zwölf Prozent.

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