Nahrungsmittel, Steuern

Brauer-Bund warnt vor Sondersteuer auf GetrÀnke

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 10:41 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage von Brauereien schlĂ€gt der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Deutschen Brauer-Bunds, Holger Eichele, mit Blick auf Vorhaben aus der Politik Alarm."Die geplante Sondersteuer auf GetrĂ€nke wĂ€re pures Gift fĂŒr die Wirtschaft", sagte er den Zeitungen der Mediengruppe Bayern.

Brauer-Bund warnt vor Sondersteuer auf GetrÀnke
AuffĂŒllen eines GetrĂ€nkeautomates (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
"Die deutsche Brauwirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Konsolidierungsprozess. Zurzeit muss im Schnitt jede Woche eine Brauerei aufgeben, hÀufig traditionsreiche Familienbetriebe mit teils jahrhundertelanger Geschichte."

Die Ursachen dafĂŒr seien ein rĂŒcklĂ€ufiger Bierkonsum, der auf hohe Kosten fĂŒr Energie, Rohstoffe, Verpackung und Logistik treffe. "Hinzu kommen die schwache Konsumstimmung und die Krise der Gastronomie", so Eichele. Von der Politik forderte er "wettbewerbsfĂ€hige Energiepreise, weniger BĂŒrokratie, verlĂ€ssliche Rahmenbedingungen und eine StĂ€rkung des Konsumklimas".

Die von Union und SPD geplante Zuckersteuer auf GetrĂ€nke treffe die Brauereien hingegen "ausgerechnet dort, wo sie erfolgreich neue GeschĂ€ftsfelder aufbauen", sagte Eichele. "Viele Unternehmen haben neben alkoholfreiem Bier auch alkoholfreie ErfrischungsgetrĂ€nke als zweites Standbein etabliert. Eine zusĂ€tzliche Steuer verteuert diese Produkte, belastet mittelstĂ€ndische Betriebe und schafft einen Tsunami an neuer BĂŒrokratie", sagte er. "Wir lehnen dieses Steuerkonzept ab, denn es ist maßlos und macht alles teurer, aber niemanden gesĂŒnder."

Alkoholfreies Bier sei zwar "ein echter Lichtblick und einer der wichtigsten WachstumsmĂ€rkte der Branche", sagte Eichele. "Aber alkoholfreies Bier allein kann den strukturellen Wandel des klassischen Biermarktes natĂŒrlich nicht vollstĂ€ndig kompensieren."

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