USA, Zollpolitik

USA: Zollpolitik und Inflatiionssorgen belasten Michigan-Konsumklima deutlich

25.04.2025 - 16:33:24

Angesichts steigender Inflationssorgen hat sich die Stimmung der US-Verbraucher im April deutlich eingetrĂŒbt.

Die Zollpolitik der US-Regierung und Inflationssorgen belasteten. Das von der UniversitÀt Michigan erhobene Konsumklima fiel zum Vormonat um 4,8 Punkte auf 52,2 Punkte, wie die UniversitÀt am Freitag nach einer zweiten SchÀtzung mitteilte. Dies ist der niedrigste Stand seit Juli 2022.

Die ErstschÀtzung wurde jedoch nach oben revidiert. ZunÀchst waren nur 50,8 Punkte ermittelt worden. Volkswirte hatten mit 50,5 Punkten gerechnet.

Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen der Verbraucher gaben merklich nach. Besonders deutlich verschlechterte sich die Bewertung der Erwartungen.

"Die Verbraucher sahen Risiken fĂŒr verschiedene Aspekte der Wirtschaft, was grĂ¶ĂŸtenteils auf die anhaltende Unsicherheit in Bezug auf die Handelspolitik und die Möglichkeit eines bevorstehenden Wiederauflebens der Inflation zurĂŒckzufĂŒhren war", sagte Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage. "Die Erwartungen an den Arbeitsmarkt bleiben dĂŒster." Noch besorgniserregender sei, dass die Verbraucher ein schwĂ€cheres Einkommenswachstum erwarteten.

Die Inflationserwartungen der Verbraucher stiegen auf kurze Sicht extrem deutlich an. Auf Sicht von einem Jahr kletterten die Inflationserwartungen von 5,0 Prozent im Vormonat auf 6,5 Prozent. Dies ist der höchste Wert seit dem Jahr 1981. Die lÀngerfristigen Inflationserwartungen legten von 4,1 Prozent auf 4,4 Prozent zu.

Der Indikator der UniversitĂ€t Michigan misst das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen. Die Daten wurden vom 25. MĂ€rz bis zum 8. April erhoben. Die teilweise RĂŒcknahme von Zöllen fand erst am 9. April statt und konnte daher von den Befragten nicht mehr berĂŒcksichtigt werden.

@ dpa.de