BĂŒndnis fordert mehr Schutz vor Hitze in Deutschland
03.06.2025 - 15:35:38AnlĂ€sslich des bundesweiten Hitzeaktionstags am 4. Juni ruft das BĂŒndnis dazu auf, die Gefahren durch hohe Temperaturen endlich ernst zu nehmen. "Es reicht nicht, wenn wir uns auf das vorbereiten, was wir bisher hatten, wir mĂŒssen uns auf das vorbereiten, was kommen kann", sagte Martin Herrmann, Vorsitzender der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG).
Herrmann zufolge sind in Zukunft Hitzeszenarien zu erwarten, die deutlich ĂŒber das hinausgehen, was wir bisher kennen. "Also Extremhitzeereignisse, die lĂ€nger halten und auch höhere Temperaturen und dadurch deutlich höhere Opferzahlen bringen können."
Rund 3.000 hitzebedingte SterbefÀlle
Die Zahl der extremen Hitzetage hat mit der ErderwÀrmung enorm zugenommen. In Deutschland gab es nach Angaben des Robert Koch-Instituts vergangenes Jahr schÀtzungsweise rund 3.000 hitzebedingte SterbefÀlle. Vor allem Menschen ab einem Alter von 75 Jahren sowie Menschen mit psychischen Störungen wie Demenz, Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankungen sind betroffen.
"Das sind TodesfĂ€lle, die bei entsprechendem Hitzeschutz unter UmstĂ€nden zumindest vermeidbar sind", sagte der PrĂ€sident der BundesĂ€rztekammer Klaus Reinhardt. Das BĂŒndnis ist eine Initiative von BundesĂ€rztekammer, KLUG, dem AWO Bundesverband, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, dem Deutschen Pflegerat, dem GKV-Spitzenverband und der Klima-Allianz Deutschland.
Experte: Alle freuen sich ĂŒber schöne Tage
Das BĂŒndnis fordert von der Politik unter anderem, Hitzeschutz vor Ort verbindlich zu machen und ausreichend zu finanzieren. Der Hitzeschutzplan des Bundesgesundheitsministeriums mĂŒsse auĂerdem weiterentwickelt werden, etwa fĂŒr Schulen, Kitas oder den Arbeitsplatz.
Eines möchte Herrmann betonen: "Es geht ĂŒberhaupt nicht darum, den Sommer zu vermiesen. Wir freuen uns alle ĂŒber schöne Tage." Trotzdem sei es wichtig, die Gefahren zu kennen und zu wissen, wie man sich schĂŒtzt.

