Deutschland, Jahreswechsel

Weniger Konflikte zwischen Verbrauchern und Reiseunternehmen

06.01.2026 - 04:00:08

Annullierte FlĂŒge, verspĂ€tete ZĂŒge: Auch im vergangenen Jahr gab es zahlreiche StreitfĂ€lle zwischen Verbrauchern und Reiseunternehmen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Lage aber etwas beruhigt.

  • Die meisten AntrĂ€ge bezogen sich wie jedes Jahr auf den Flugreiseverkehr. (Archivbild) - Foto: Bodo Marks/dpa

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  • Im vergangenen Jahr sind weniger Beschwerden bei der Schlichtungsstelle Reise und Verkehr eingegangen. (Archivbild) - Foto: Boris Roessler/dpa

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Die meisten AntrÀge bezogen sich wie jedes Jahr auf den Flugreiseverkehr. (Archivbild) - Foto: Bodo Marks/dpaIm vergangenen Jahr sind weniger Beschwerden bei der Schlichtungsstelle Reise und Verkehr eingegangen. (Archivbild) - Foto: Boris Roessler/dpa

FahrgĂ€ste und Passagiere haben sich im vergangenen Jahr etwas seltener wegen StreitfĂ€llen bei Reisen an die Schlichtungsstelle Reise und Verkehr gewandt. Fast 42.000 AntrĂ€ge gingen bei der Stelle ein, wie GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Sabine Cofalla mitteilte. Das waren etwa 3.600 FĂ€lle weniger als im Rekordjahr 2024. 

In fast neun von zehn angezeigten Konflikten habe die Stelle eine Einigung zwischen Reisenden und Reiseunternehmen erreicht. «Dieser Wert unterstreicht einmal mehr, dass Schlichtung fĂŒr alle Beteiligten effizient ist», hieß es. 

Das vergangene Jahr sei im Vergleich zu 2024 weniger stark von außergewöhnlichen UmstĂ€nden wie Streiks, Extremwetterlagen oder IT-AusfĂ€llen geprĂ€gt gewesen. Auch die Auswirkungen von PersonalengpĂ€ssen und Infrastrukturproblemen seien zurĂŒckgegangen. In der Folge habe es weniger Probleme beim Reisen und entsprechend weniger Konflikte mit den zustĂ€ndigen Unternehmen gegeben. 

Fast 83 Prozent der Beschwerden betreffen Flugreisen

Die meisten Beschwerden betrafen den Angaben zufolge auch im vergangenen Jahr Flugreisen. Fast 83 Prozent aller AntrĂ€ge bezogen sich demnach auf den Passagier-Luftverkehr. Allerdings sei auch hier die absolute Zahl an Beschwerden um etwa 3.000 auf 35.000 zurĂŒckgegangen. Wie schon in den Vorjahren seien annullierte Reisen, FlugzeitenĂ€nderungen oder VerspĂ€tungen die HauptgrĂŒnde fĂŒr Konflikte gewesen. 

Knapp 15 Prozent der eingegangenen AntrĂ€ge bezogen sich der Schlichtungsstelle zufolge auf Reisen mit der Bahn. Die ĂŒbrigen VerkehrstrĂ€ger machten nur einen sehr geringen Teil der AntrĂ€ge aus. ZugausfĂ€lle und VerspĂ€tungen waren demnach auch hier die hĂ€ufigsten AnlĂ€sse, um sich an die Schlichtungsstelle zu wenden. 

Unsicherheit fĂŒr Reisende im FrĂŒhjahr

FĂŒr das kommende Jahr rechnet die Stelle mit einem Ă€hnlich hohen Beschwerdeaufkommen wie 2025 - vorausgesetzt, es treten nicht erneut viele außergewöhnliche UmstĂ€nde auf wie zwei Jahre zuvor. Eine große Unsicherheit erwartet Reisende indes gleich im FrĂŒhjahr: In wenigen Tagen startet die neue Tarifrunde zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher LokomotivfĂŒhrer (GDL). Bis einschließlich Februar gilt zwar eine Friedenspflicht. Danach könnte die Gewerkschaft aber wieder streiken. 

Die Schlichtungsstelle Reise und Verkehr hatte sich 2024 umbenannt. Ihr vorheriger Name lautete Schlichtungsstelle fĂŒr den öffentlichen Personenverkehr (SÖP). Seit 2010 kĂŒmmert sie sich um Probleme bei Flug-, Bus-, Bahn- und Schiffsreisen. Rund 400 Verkehrsunternehmen beteiligen sich an dem Schlichtungsverfahren, das sie selbst finanzieren. KonfliktfĂ€lle rund um Bus- und Schiffsreisen machen regelmĂ€ĂŸig den geringsten Anteil aller FĂ€lle aus.

@ dpa.de