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AOK: Psychische Erkrankungen Treiber fĂŒr AusfĂ€lle im Job

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 11:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Psychische Erkrankungen entwickeln sich nach einer Auswertung der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) zusehends zu einem Treiber fĂŒr Fehlzeiten im Job - und das mit langen Ausfallzeiten.

Deswegen waren im vergangenen Jahr 403 ArbeitsunfÀhigkeitstage je 100 Kassenmitglieder zu verzeichnen, wie der AOK-Bundesverband nach eigenen Versichertendaten mitteilte. Im Jahr 2016 waren es noch 284 Tage je 100 Mitglieder.

Deutlich hĂ€ufigere Ursache fĂŒr Krankmeldungen sind demnach zwar weiterhin Atemwegserkrankungen wie ErkĂ€ltungen und Grippe. Krankschreibungen aus diesem Grund dauerten aber im Schnitt nur 5,7 Tage. Dagegen fehlten BeschĂ€ftigte bei psychischen Erkrankungen 2025 im Schnitt 28,5 Tage je Fall. FĂŒr die Analysen wurden Daten von 14,9 Millionen erwerbstĂ€tigen AOK-Versicherten ausgewertet.

Soziale Berufe stark betroffen

Von psychischen Erkrankungen seien insbesondere BeschĂ€ftigte in sozialen Berufen betroffen, erlĂ€uterte der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK, Helmut Schröder. An der Spitze stehen demnach BeschĂ€ftigte in Call-Centern, gefolgt von BeschĂ€ftigten in der Pflege und Kinderbetreuung.

Mit Blick auf die Ursachen fĂŒr psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burn-out wies die AOK auf ein Zusammenwirken mehrerer Faktoren hin. Dazu gehörten Belastungen durch allgemeine politische Krisen, Verdichtung und "Entgrenzung" der Arbeit durch stĂ€ndige Erreichbarkeit oder Belastungen wegen der Pflege von Angehörigen oder Kinderbetreuung.

Arbeit nicht nur Risikofaktor

Die Chefin des AOK-Bundesverbands, Carola Reimann, betonte zugleich, Arbeit sei nicht nur ein Risikofaktor, sondern auch ein Schutzfaktor. "Sie gibt Struktur, Orientierung und StabilitÀt und kann zum persönlichen Sinnerleben beitragen."

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