Arbeitsgerichte in der Krise: Uganda kämpft gegen 2.000 offene Fälle
Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 06:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Arbeitsgerichte weltweit stecken in der Krise. Die Lösung? Mehr Mediatoren und bessere Schulungen.
Vietnam schult Hunderte für Arbeitsmediation
Die vietnamesische Provinz Gia Lai setzt auf Qualifizierung. Vom 23. bis 25. Juli 2026 organisierte das Innenministerium Fachkonferenzen für rund 100 Arbeitsrichter und Mediatoren. Parallel dazu informierte man etwa 580 Unternehmensvertreter über das Arbeitsgesetzbuch von 2019 und internationale Freihandelsabkommen.
Standardisierte Mediationsverfahren stehen im Fokus. Ziel: arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen effizienter lösen, bevor sie vor Gericht landen.
Auch in der Provinz Lao Cai gab es Bewegung. Am 24. Juli 2026 diskutierten über 120 Delegierte über Arbeits- und Sozialversicherungsrecht sowie Neuerungen des Beschäftigungsgesetzes von 2025.
Uganda kämpft gegen 2.000 offene Verfahren
Die ugandische Justiz reagiert auf den wachsenden Druck. Das Judicial Training Institute (JTI) startete am 27. Juli 2026 ein viertägiges regionales Training für Arbeitsbeamte. Schwerpunkte: Schlichtung und Fallmanagement.
Der Hintergrund ist brisant. Das zuständige Industriegericht hat über 2.000 offene Verfahren auf dem Tisch. Bessere Mediation und Arbeitsinspektionen sollen den Gerichtsdruck senken.
Deutschland: Wer zahlt die Fortbildung?
Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht klärt auf: Arbeitgeber müssen zahlen, wenn sie Fortbildungen anordnen oder diese gesetzlich vorgeschrieben sind. Auch Freistellung ist Pflicht. Anders sieht es bei Eigeninitiative aus – dann zahlen die Mitarbeiter selbst und bilden sich in der Freizeit weiter. Ausnahme: Bildungsurlaub.
Konflikte zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat müssen nicht zwangsläufig vor dem Arbeitsgericht enden. Wie Sie ein Einigungsstellenverfahren strukturiert einleiten und rechtssicher durchführen, erklärt dieser kostenlose Leitfaden eines erfahrenen Arbeitsrichters. Gratis-Leitfaden zum Einigungsstellenverfahren herunterladen
Homeoffice: Gericht kippt Rückkehr-Anordnung
Das Arbeitsgericht Düsseldorf traf am 27. Juli 2026 eine wichtige Entscheidung. Ein Arbeitgeber wollte einen IT-Mitarbeiter dauerhaft zurück ins Büro holen. Das Gericht wertete die Weisung als ermessensfehlerhaft – der Chef konnte nicht begründen, warum Anwesenheit die Arbeit verbessert.
Wichtig: Ein genereller Anspruch auf Homeoffice entsteht daraus nicht. Es bleibt eine Einzelfallentscheidung.
Kooperationsplan statt Bürokratie-Monster
Das Bundeskabinett verabschiedete Mitte Juli 2026 einen Entwurf zur Modernisierung der Arbeitsförderung. Die bisherige Eingliederungsvereinbarung wird zum 1. Januar 2027 durch einen Kooperationsplan ersetzt. Weniger Formalitäten, mehr Zusammenarbeit zwischen Behörden und Arbeitssuchenden. Sanktionen wie Sperrzeiten bleiben erhalten.
Auch bei Langzeiterkrankungen ist eine strukturierte Zusammenarbeit zwischen Betrieb und Beschäftigten entscheidend, um den Arbeitsplatz dauerhaft zu erhalten. Dieser Praxis-Ratgeber bietet Ihnen eine vollständige Anleitung sowie Gesprächsleitfäden für ein rechtssicheres Betriebliches Eingliederungsmanagement. Kostenloses E-Book zum BEM-Verfahren sichern
Gewerkschaften fordern kürzere Arbeitszeit
Am 25. und 26. Juli 2026 trafen sich Gewerkschaftsvertreter in Würzburg. Thema: grundlegende Veränderungen in der Arbeitswelt. Diskutiert wurden Forderungen nach deutlicher Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich – als Reaktion auf wirtschaftliche Krisen.
Agiles Projektmanagement mit Konfliktlösung
Abgerundet wird das Angebot durch spezialisierte Weiterbildungen. Neben technischen Grundlagen vermitteln sie zunehmend Kompetenzen in gewaltfreier Kommunikation und Konfliktlösung. Führungskräfte lernen, komplexe Arbeitsumfelder zu moderieren – nach etablierten Verhandlungsmodellen.
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