Arbeitsmarkt, Personalaufbau

Arbeitsmarkt 2026: 61 % der Unternehmen planen Personalaufbau

Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 12:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Laut JLL-Studie planen 61% der Unternehmen Personalaufbau, während KI vor allem Rollenprofile verändert. Größte Hürde sind Qualifikationslücken.

JLL-Studie: 61% der Firmen planen Personalaufbau trotz KI-Transformation
Helles, modernes Großraumbüro mit Mitarbeitern, die an Schreibtischen zusammenarbeiten und Tageslicht genießen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die globale Arbeitswelt steht vor einer Phase personeller Expansion bei gleichzeitigem technologischem Umbruch. Laut der am 19. August 2026 veröffentlichten Studie „2026 Global Workplace Insights“ des Immobiliendienstleistungsunternehmens JLL plant eine Mehrheit der Unternehmen weltweit, ihre Belegschaften in den kommenden Jahren auszubauen, während künstliche Intelligenz die Struktur der Arbeitsplätze grundlegend verändern dürfte.

Optimismus beim Personalaufbau und Rollenwandel

Trotz der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung blicken viele Unternehmen positiv auf ihre künftige Personalentwicklung. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass 61 % der befragten Führungskräfte mit einem Netto-Wachstum der Mitarbeiterzahl innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre rechnen. Dies deutet darauf hin, dass technologischer Fortschritt und personelle Expansion in der aktuellen Marktphase Hand in Hand gehen.

Dabei herrscht unter den Entscheidern Einigkeit darüber, dass künstliche Intelligenz (KI) bestehende Arbeitsmuster massiv beeinflussen wird. Etwa 60 % der Führungskräfte gaben an, dass KI-Technologien Rollen und Aufgabenprofile innerhalb ihrer Organisationen eher verändern werden, anstatt menschliche Arbeitskraft vollständig zu ersetzen. Der Fokus verschiebt sich demnach weg von der reinen Substitution hin zu einer komplementären Nutzung von Technologie und menschlichen Fähigkeiten.

Zurückhaltung bei der praktischen KI-Implementierung

Obwohl die Erwartungen an das transformative Potenzial hoch sind, hinkt die praktische Umsetzung in der Breite noch hinterher. Der Studie zufolge haben derzeit lediglich 15 % der Unternehmen KI-Lösungen bereits aktiv in ihrem täglichen Betrieb im Einsatz. Ein weitaus größerer Teil der Wirtschaft befindet sich noch in einer Orientierungsphase.

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Demnach beobachten 46 % der Unternehmen die aktuellen Trends auf dem Markt, ohne bereits konkrete Implementierungsschritte vollzogen zu haben. Weitere 40 % der befragten Organisationen befinden sich in einer Analysephase, in der sie die spezifischen Auswirkungen der Technologie auf ihre Geschäftsmodelle und Arbeitsprozesse prüfen. Diese Zahlen verdeutlichen, dass ein Großteil des Marktes trotz der technologischen Dynamik eine abwartende Haltung einnimmt.

Qualifikationsdefizite als zentrale Hürde

Bei der Frage nach den größten Barrieren für die Transformation der Arbeitswelt hat sich ein deutlicher Akzent verschoben. Mangelnde Qualifikationen und Kompetenzlücken bei den Mitarbeitern stellen für die Unternehmen mittlerweile die größte Herausforderung dar. 36 % der Führungskräfte identifizierten diese „Skills-Lücken“ als das primäre Hindernis für den Fortschritt.

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Damit überholen Qualifizierungsfragen finanzielle Erwägungen. Lediglich 30 % der Befragten gaben an, dass das verfügbare Budget die größte Barriere darstellt. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung von Aus- und Weiterbildungsprogrammen, um die Belegschaften auf die Anforderungen einer durch KI geprägten Arbeitsumgebung vorzubereiten.

Die Ergebnisse der „2026 Global Workplace Insights“ basieren auf einer umfassenden Befragung von 2.200 Führungskräften, die in 21 Ländern durchgeführt wurde. Die Studie bietet damit einen detaillierten Einblick in die strategichen Überlegungen global agierender Unternehmen an der Schnittstelle von Personalplanung und technologischer Innovation.

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