Arbeitsrecht, Ausgleichsabgabe

Arbeitsrecht: Ausgleichsabgabe für Behinderte steigt auf 815 Euro

16.06.2026 - 00:13:27 | boerse-global.de

Delivery Hero sucht EU-Arbeitsrechtler, Kanzleien in Hamburg stocken auf. Neue Trends wie Soft-Off-Days und steigende Abgaben für Schwerbehinderte prägen die Branche.

Arbeitsrechtler gefragt: EU-Vorgaben und Restrukturierung im Fokus
Arbeitsrecht - Ein detaillierter Blick auf ein juristisches Dokument oder einen Vertrag mit einem Füllfederhalter darauf, im Hintergrund ein unscharfes Büro. 16.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Besonders gefragt: Expertise in EU-Regulierung und Restrukturierung.

Spezialisten für Berlin und Hamburg gesucht

Delivery Hero schreibt einen Senior Legal Counsel mit Schwerpunkt EU-Arbeitsrecht aus. Die Berliner Position erfordert mindestens sechs Jahre Berufserfahrung und Kenntnisse der EU-Plattformarbeiter-Richtlinie. Das geschätzte Jahresgehalt: 80.000 bis 100.000 Euro.

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Auch Hamburger Partnerkanzleien sind auf der Suche. Sie wollen (Senior) Associates mit drei bis fünf Jahren Erfahrung im Arbeitsrecht. Neben überdurchschnittlichen Examina zählen verhandlungssichere Englischkenntnisse.

Der öffentliche Sektor zieht nach: Die BG Verkehr bietet eine 24-monatige Trainee-Stelle für Volljuristen an. Schwerpunkt: Sozialversicherungsrecht. Bewerbungsschluss ist der 26. Juni 2026.

Wenn der Chef die Leistung drosselt

Ein neues Phänomen beschäftigt die Arbeitsrechtler: der sogenannte „Soft-Off-Day“. Dabei fahren Mitarbeiter während der Arbeitszeit die Leistung herunter. Klaus-Stefan Hohenstatt, Senior Partner bei Freshfields, ordnete das Phänomen rechtlich ein – und grenzte es klar zum Arbeitszeitbetrug ab.

Auch der Kündigungsschutz in der Elternzeit sorgt für Diskussionen. Fachanwalt Johannes Schipp erklärte: Der besondere Schutz beginnt frühestens acht Wochen vor der Elternzeit – und das nur bei Kindern unter drei Jahren. Ausnahme: Betriebsschließung.

Für Unternehmen mit schwerbehinderten Menschen wird es teurer. Seit Januar 2025 gilt eine erhöhte Ausgleichsabgabe von bis zu 815 Euro pro Monat. Rund 25 Prozent der 170.000 betroffenen Firmen beschäftigen derzeit keinen einzigen Menschen mit Schwerbehinderung.

Weiterbildung: Nachfrage sinkt, Angebot wächst

Ein geplantes Seminar zur betrieblichen Altersversorgung fiel Mitte Juni aus – mangels Nachfrage. Das Thema bleibt dennoch relevant, besonders bei Insolvenzen. Experten von Schultze & Braun verweisen auf den Pensions-Sicherungs-Verein (PSV). Er sichert die Betriebsrenten von rund 19 Millionen Beschäftigten.

Praktischer geht es bei der IHK Halle-Dessau zu: Seit dem 15. Juni läuft ein Live-Online-Training für Lohnbuchhalter. Und am 24. Juni startet ein digitales Event zu betriebsbedingten Kündigungen und Massenentlassungsanzeigen.

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Stehen betriebsbedingte Kündigungen im Raum, sind faire Sozialpläne und eine präzise Sozialauswahl entscheidend für den Betriebsfrieden. Dieser kostenlose Leitfaden bietet Betriebsräten praxisnahe Musterpunktsysteme und Verhandlungshilfen, um die Interessen der Belegschaft rechtssicher zu vertreten. Kostenlosen Ratgeber für Sozialpläne herunterladen

Neue Gesichter im Aufsichtsrat

Auch auf Führungsebene tut sich was. Die Rewe Group wählte am 15. Juni turnusgemäß drei neue Mitglieder auf der Arbeitnehmerbank in den Aufsichtsrat. Die Anteilseigner-Vertreter bleiben im Amt. Ein Zeichen für die Dynamik in der betrieblichen Mitbestimmung.

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