Arbeitsschutz, Belastung

Arbeitsschutz: Übermäßige Belastung ist psychosoziales Risiko

18.06.2026 - 10:12:33 | boerse-global.de

Der Bundesstaat New South Wales lockt Psychologen mit höheren Bezügen und neuen Regeln gegen Überlastung. Eine Gewerkschaft befürwortet das Maßnahmenpaket.

NSW bekämpft Psychologen-Mangel mit Gehaltsplus und mehr Arbeitsschutz
Arbeitsschutz - Eine nachdenkliche Psychologin sitzt in einem modernen Büro in Sydney, NSW, Australien, mit Blick auf die Stadt. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der australische Bundesstaat New South Wales (NSW) kämpft mit einem Bündel aus höheren Gehältern, besserem Arbeitsschutz und attraktiveren Sozialleistungen gegen den Fachkräftemangel bei Psychologen im öffentlichen Dienst.

Gewerkschaft empfiehlt Zustimmung

Die Mitglieder der Gewerkschaft PSA stimmen derzeit über ein Angebot des NSW-Sekretärs ab. Die Frist endet am 25. Juni 2026. Das Paket sieht eine Zulage von 9.000 US-Dollar für zwölf Monate vor – rückwirkend zum 1. Juli 2026. Dazu kommt eine Gehaltserhöhung von drei Prozent. Die Gewerkschaft empfiehlt ihren Mitgliedern, zuzustimmen.

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Ausgenommen sind Psychologen bei der Polizei von NSW und im Strafvollzug.

Arbeitslast wird zum Sicherheitsrisiko

Parallel zu den Gehaltsverhandlungen rückt der Arbeitsschutz in den Fokus. Seit dem 17. Juni 2026 gilt übermäßige Arbeitsbelastung offiziell als psychosoziales Risiko nach dem Work Health and Safety Act.

Die Richtlinien sind klar: Beschäftigte sollen Überlastungen schriftlich melden und eine Gefährdungsbeurteilung anfordern. Finden sich intern keine Lösungen, müssen formelle WHS-Berichte eingereicht werden. Die Gewerkschaft will so die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz strukturell absichern.

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Elternzeit wird flexibler

Seit März 2026 erkennt das Gesundheitsministerium von NSW vordienstliche Zeiten bei Commonwealth-Behörden für die bezahlte Elternzeit an. Bisher war eine ununterbrochene 40-Wochen-Beschäftigung in einem NSW-Krankenhaus nötig. Vorangetrieben wurde die Änderung von Chirurgen in Ausbildung und Fachärzteverbänden.

Breitere Debatte um öffentliche Gehälter

Die Maßnahmen in NSW sind Teil einer größeren Diskussion. Auf Bundesebene sorgten Gehälter von Behördenleitern über einer Million Dollar für Kritik. Gleichzeitig läuft eine Bundesförderung von 3,6 Milliarden Dollar für die Kinderbetreuung bis Juni 2028. Sie sichert Fachkräften eine Vergütung 15 Prozent über dem tariflichen Mindestlohn – wenn die Anbieter Gebührenerhöhungen begrenzen.

Ende Juli 2026 plant die Australian Dispute Resolution Association in Sydney eine Konferenz unter dem Titel „Pathways to Wellness“. Sie verbindet Konfliktlösung mit psychischer Gesundheit.

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