Arbeitssicherheit: KRAUSE rüstet Alstom-Werk mit zwei Bühnen aus
17.06.2026 - 21:03:35 | boerse-global.de
Die maßgeschneiderten Konstruktionen sind für Produktion, Inspektion und Wartung von Personenwagen ausgelegt. Ihr Ziel: mehr Arbeitssicherheit und bessere Ergonomie.
Die Bühnen bestehen aus belastbaren Unterbau-Elementen und Arbeitsplattformen aus Aluminium. Ein entscheidender Vorteil: Die Struktur lässt sich an unterschiedliche Fahrzeugabmessungen anpassen. So erhalten Mitarbeiter einen sicheren Zugang zu erhöhten Arbeitsbereichen – besonders bei Dacharbeiten an modernen Schienenfahrzeugen.
Sicherheit und Effizienz stehen im Fokus
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Die Lösung in Chorzów ist Teil einer größeren Strategie zur Optimierung industrieller Arbeitsabläufe. Neben der technischen Funktionalität standen vor allem ergonomische Bedingungen im Vordergrund. Das Werk fungiert innerhalb des Alstom-Konzerns als Kompetenzzentrum für Metro-Züge und Intercity-Bahnen und beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter.
Alstom baut seine Präsenz in Polen weiter aus. Mitte Juni fand in Chorzów ein Zulieferertag mit rund 150 Teilnehmern von 90 Unternehmen statt. Ziel: die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern vertiefen. Aktuell bezieht Alstom Konstal etwa 40 Prozent seiner Komponenten von polnischen Zulieferern. Insgesamt arbeiten rund 300 Firmen aus dem Land fest mit dem Hersteller zusammen.
Service-Center für Lokomotiven geplant
Auch im Bereich Instandhaltung investiert Alstom. Das Unternehmen unterzeichnete eine Absichtserklärung mit DB Cargo Polska über den Bau eines modernen Servicecenters für Lokomotiven in Rybnik. In den vergangenen zwei Jahren schloss Alstom Verträge über die Lieferung von insgesamt 61 Traxx-Universal-Lokomotiven der dritten Generation mit polnischen Betreibern ab. Weltweit betreut das Unternehmen mehr als 2.450 Lokomotiven.
Die Nachfrage nach moderner Bahntechnik bleibt hoch. Polen plant die Anschaffung von über 100 Hochgeschwindigkeitszügen mit mindestens 300 km/h. PKP Intercity bereitet eine Bestellung über zunächst 20 Züge vor, deren Fertigstellung bis 2032 vorgesehen ist. Auch die Gesellschaft Port Polska KDP will Züge im Wert von rund 10 Milliarden PLN erwerben. Die voestalpine Railway Systems erhielt zudem einen Rahmenvertrag über 470 Millionen Euro für das Infrastrukturprojekt Rail Baltica – inklusive Lieferung von bis zu 1.000 Weichen.
Speziallösungen für Busse, Zement und Logistik
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KRAUSE realisierte in den letzten Monaten weitere maßgeschneiderte Zugangslösungen:
- Verkehrssektor: Für die wupsi GmbH in Leverkusen entstand ein 18 Meter langer stationärer Dacharbeitsstand. Die Anlage dient der Wartung von Elektrobus-Flotten und verfügt über elektrisch angetriebene Ausschübe sowie ein integriertes Sicherheitskonzept mit Ampelanlagen.
- Baustoffindustrie: Die HeidelbergCement AG in Leimen erhielt eine flexible Schlepptreppe für Silofahrzeuge. Diese ist über eine Handkurbel höhenverstellbar und ersetzt herkömmliche Sprossenleitern – für mehr Sicherheit beim An- und Abkoppeln der Förderanlagen.
- Logistik: Ein Lagerhaus in Griesheim wurde mit sechs mobilen Plattformtreppen ausgestattet. Sie ermöglichen Mietern den Zugang zu 173 Lagerboxen auf einer zweiten Ebene. Die Treppen sind mit Totmannbremsen und rutschhemmenden Stufen für den Außenbereich versehen.
Die Projekte zeigen den Trend zu hochgradig individualisierten Steigtechnik-Lösungen. Sie gehen weit über Standardprodukte hinaus und werden direkt in die spezifischen Arbeitsabläufe der jeweiligen Branche integriert.
