ArbeitsunfÀlle 2025: Zahl sinkt um 3,1 Prozent auf 689.922 FÀlle
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 12:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat in ihrem Bericht vom 22. September 2026 die Bilanz fĂŒr das Jahr 2025 vorgelegt. Die Daten belegen einen weiteren RĂŒckgang des Unfallrisikos am Arbeitsplatz sowie eine weitgehende StabilitĂ€t bei den Finanzierungskosten fĂŒr die Unternehmen.
WÀhrend die Zahl der ArbeitsunfÀlle sank, verzeichneten die UnfallversicherungstrÀger jedoch einen leichten Anstieg bei den WegeunfÀllen und den UnfÀllen im schulischen Umfeld.
Deutlicher RĂŒckgang bei ArbeitsunfĂ€llen und tödlichen Ereignissen
Nach Angaben der DGUV sank die Zahl der meldepflichtigen ArbeitsunfĂ€lle im Jahr 2025 auf 689.922, was einem RĂŒckgang von 3,1 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr entspricht. Noch deutlicher wird der Trend beim relativen Unfallrisiko: Mit 19,9 meldepflichtigen UnfĂ€llen je 1.000 VollzeitĂ€quivalente verzeichnete die Statistik ein Minus von 3,2 Prozent.
Besonders positiv bewertet der Verband die Entwicklung bei den schweren UnfĂ€llen. Die Zahl der Menschen, die infolge eines Arbeitsunfalls verstarben, sank von 307 im Vorjahr auf 299 Personen. Stephan Fasshauer, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der DGUV, bezeichnete die sinkenden Unfallzahlen laut einem Bericht vom 22. September 2026 als eine sehr gute Nachricht fĂŒr die Arbeitssicherheit in Deutschland.
Stolperfallen und Kontrollverlust als Hauptursachen
Die Analyse der Unfallursachen zeigt Schwerpunkte bei manuellen TĂ€tigkeiten und der Bewegung im Raum. Mit 171.638 FĂ€llen war der Kontrollverlust ĂŒber Werkzeuge oder GegenstĂ€nde die am hĂ€ufigsten gemeldete Ursache fĂŒr einen Arbeitsunfall. Dicht darauf folgten Stolper-, Rutsch- und SturzunfĂ€lle, die in 163.430 FĂ€llen zu einer Meldung fĂŒhrten.
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Bei den tödlichen ArbeitsunfĂ€llen ergibt sich ein anderes Bild. Hier war in 101 FĂ€llen der Kontrollverlust ĂŒber Transportmittel die Ursache fĂŒr den Tod von BeschĂ€ftigten. Den zweithĂ€ufigsten Grund fĂŒr tödliche Ereignisse stellten AbstĂŒrze mit 53 TodesfĂ€llen dar.
Stabile BeitragssÀtze trotz gestiegenem Umlagesoll
FĂŒr die Unternehmen in der gewerblichen Wirtschaft blieb die finanzielle Belastung durch die Berufsgenossenschaften trotz gestiegener Gesamtkosten stabil. Der durchschnittliche Beitragssatz lag laut den vorliegenden Daten bei 1,08 Euro je 100 Euro Lohnsumme. Dies stellt einen leichten RĂŒckgang gegenĂŒber dem Vorjahreswert von 1,09 Euro dar.
Das gesamte Umlagesoll fĂŒr das Jahr 2025 bezifferte die DGUV auf 14,7 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 2,7 Prozent entspricht. Dieser Anstieg wurde jedoch durch die positive Entwicklung der Lohnsummen aufgefangen. Das beitragspflichtige Entgelt in der gewerblichen Wirtschaft belief sich insgesamt auf 1,4 Billionen Euro.
Entwicklung bei Berufskrankheiten und WegeunfÀllen
Ein differenziertes Bild zeigt sich bei den WegeunfÀllen und den Berufskrankheiten. Die Zahl der WegeunfÀlle stieg um 1,0 Prozent auf 170.306 FÀlle an. Besonders besorgniserregend ist hierbei die Zunahme der tödlichen UnfÀlle: 231 Personen kamen auf dem Weg zur oder von der Arbeit ums Leben, was 17 TodesfÀlle mehr sind als im vorangegangenen Jahr.
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Im Bereich der Berufskrankheiten wurden 91.250 Anzeigen erstattet, ein minimales Plus von 0,6 Prozent. Davon wurden 24.340 FĂ€lle förmlich anerkannt, was einem RĂŒckgang von 9,3 Prozent entspricht.
Die hÀufigste anerkannte Berufskrankheit war die lÀrmbedingte Schwerhörigkeit (9.819 FÀlle), gefolgt von Hautkrebs durch UV-Strahlung (3.899) und Infektionskrankheiten (2.656). WÀhrend die Zahl der TodesfÀlle durch Berufskrankheiten auf 1.772 sank, stieg die Zahl der erstmals gezahlten Renten in diesem Bereich um 4,3 Prozent auf 5.413.
Zudem verzeichnete die SchĂŒlerunfallversicherung einen Anstieg. Die Zahl der SchulunfĂ€lle kletterte um 2,0 Prozent auf 1.032.546, wovon fĂŒnf tödlich endeten. Bei den SchulwegunfĂ€llen gab es ein Plus von 3,8 Prozent auf 90.663 FĂ€lle; hier stieg die Zahl der Todesopfer von 15 im Vorjahr auf nun 25 an.
