Asbest, Kölner

Asbest in Kölner Hochhäusern: Strikte Verbote für Bohrarbeiten

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 08:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nach Asbestfunden in Kölner Wohnhäusern untersagt GCP Bohr- und Stemmarbeiten. Umfang der Belastung und Sanierungszeitpunkt bleiben offen.

Grand City Property weist Asbest in Kölner Hochhäusern nach
Ein brutalistischer Hochhauskomplex aus den 1970er Jahren mit sichtbaren Betonfassaden und Balkonen unter einem bewölkten Himmel. Illustration mit AI erstellt.

Die Hausverwaltung Grand City Property (GCP) hat in dem Hochhaus-Komplex „An der Fuhr 4 und 5“ im Kölner Stadtteil Meschenich Asbest nachgewiesen. Der Fund wurde im Rahmen von Brandschutzarbeiten in den Gebäuden am sogenannten Kölnberg gemacht.

Als unmittelbare Reaktion auf die laborchemischen Befunde hat das Unternehmen für die Mieter der betroffenen Liegenschaften weitreichende Beschränkungen für handwerkliche Tätigkeiten in den Wohnräumen ausgesprochen.

Sicherheitsvorgaben für Bewohner am Kölnberg

Wie aus Berichten vom 17. und 18. September 2026 hervorgeht, informierte die Grand City Property die Mieterschaft schriftlich über die Situation. In dem Schreiben untersagt die Hausverwaltung jegliche Arbeiten, bei denen die Bausubstanz angegriffen wird, sofern keine vorherige Rücksprache mit dem Vermieter erfolgt ist. Konkret betrifft dieses Verbot das Bohren, Schleifen sowie das Stemmen in den Wohnungen.

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Diese präventive Maßnahme soll verhindern, dass durch mechanische Einwirkungen potenziell gesundheitsgefährdende Asbestfasern aus den Baustoffen freigesetzt werden und in die Atemluft gelangen.

Laut Angaben der GCP bestehe jedoch keine unmittelbare Gefahr für die Bewohner, solange die betroffenen Materialien unbeschädigt bleiben. Das Risiko einer Faserfreisetzung sei demnach nur bei einer aktiven Bearbeitung oder Beschädigung der Oberflächen gegeben.

Baujahr 1970 als Indikator für weitere Belastungen

Die betroffenen Gebäude im Kölner Süden wurden im Jahr 1970 errichtet. Dieser Zeitraum fällt in die Ära, in der asbesthaltige Baustoffe aufgrund ihrer brandhemmenden Eigenschaften sowie ihrer Beständigkeit großflächig im Wohnungsbau eingesetzt wurden. Aufgrund des Alters der Anlage schließt die Hausverwaltung nicht aus, dass neben den bereits identifizierten Stellen auch weitere Bauteile innerhalb des Komplexes mit Asbest belastet sein könnten.

Genaue Untersuchungen zum Umfang der Belastung stehen teilweise noch aus oder werden im Zuge der laufenden Instandsetzungsarbeiten fortgeführt. Die GCP verwies darauf, dass die Sicherheit der Mieter durch die Einhaltung der Arbeitsstopps und die fachgerechte Begleitung notwendiger Eingriffe gewährleistet werden soll.

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Unklarheiten über Sanierungsfahrplan und Betroffenenanzahl

Trotz der eingeleiteten Kommunikationsmaßnahmen bleiben wesentliche Fragen zur langfristigen Bewältigung des Problems offen. Bisher liegen keine konkreten Informationen darüber vor, wie viele der zahlreichen Wohnungen in den Hochhäusern „An der Fuhr 4 und 5“ exakt von den Asbestfunden betroffen sind.

Zudem hat die Grand City Property bislang keinen Termin für eine umfassende Sanierung oder die endgültige Entfernung der belasteten Materialien genannt. Der aktuelle Fokus des Unternehmens liegt laut den vorliegenden Berichten aus Mitte September 2026 primär auf der Gefahrenabwehr durch die Verhaltensregeln für die Mieter.

Wie lange die Einschränkungen für die Bewohner bestehen bleiben und in welchem Umfang professionelle Sanierungsteams zum Einsatz kommen müssen, wird Gegenstand weiterer Prüfungen sein.

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