Rückschlag, Asien

Nach dem Rückschlag: Wie geht es in Asien weiter?

Veröffentlicht: 26.03.2007 um 10:49 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Asien-Exposure mit 100% Kapitalschutz nutzen

Ab morgen handelbar: Das L&M Rising Asia Garant Zertifikat (WKN TB0QEF) Der 27. Februar 2007 hat die Asien-Fangemeinde unter den Börsianern in zwei Lager gespalten. An diesem Tag fand an der Börse Shanghai ein Mini-Crash statt, der den Shanghai Composite Index um satte 9,2 Prozent nach unten zog. Die Schockwellen dieses Ereignisses waren an den Märkten weltweit zu spüren. Vor allem von den Emerging Markets wurde daraufhin massiv Geld abgezogen. Zwar hat sich der Pulverdampf größtenteils wieder verzogen. Vor allem in China haben die euphorisierten Massen weiter zugekauft und den Rücksetzer damit längst ausgebügelt. Im Nachhinein wirkt der herbe Schlag, den der Markt an diesem Tag hinnehmen musste, wie eine kaum wahrnehmbare Delle in einem Chartbild, das ebenso stetig wie steil nach oben weist. Anlegern, die mit einem gewissen Reflektionsvermögen ausgestattet sind, dürfte es aber dennoch schwergefallen sein, einfach wieder zur Tagesordnung zurückzukehren. Die Korrektur kam zu heftig und abrupt, als dass sie nicht einige unangenehme Fragen aufwerfen würde. So verwundert es nicht, dass sich die Zahl derer mehrt, für die die asiatischen Märkte am Scheideweg angelangt sind. Das Lager der Optimisten ist dabei zuletzt ein wenig zusammengeschrumpft. Es kann aber weiterhin gute Argumente ins Feld führen. Fast jedem Beobachter dürfte inzwischen klar geworden sein, dass der Asien-Boom keine vorübergehende Mode-Erscheinung ist. Spätestens seit der fulminanten Rückkehr Chinas in das globale Wirtschaftsgefüge ist offenkundig, wie sehr sich die weltwirtschaftlichen Kräfteverhältnisse in Richtung Fernost verschoben haben. Die asiatische Erfolgsstory ist keine Eintagsfliege. Vielmehr hat sich ein ganzer Kontinent in einer gewaltigen Kraftanstrengung nach oben gearbeitet. Der Anteil asiatischer Produzenten an der globalen Wertschöpfung hat sich vervielfacht. Die enorme Wettbewerbsfähigkeit der dortigen Konzerne ist ein unumstößliches Faktum; sie haben inzwischen ganze Branchen mit Milliardenumsätzen an sich gerissen und verfügen in vielen Wirtschaftszweigen unzweifelhaft über die Kosten- und Technologieführerschaft. Den immensen Unternehmensgewinnen und Handelsbilanzüberschüssen folgen Investitionen und Infrastrukturprogramme, die die Anstrengungen der westlichen Welt häufig lächerlich aussehen lassen. Derweil kommen Milliarden Asiaten zu einem bescheidenem Wohlstand, was plötzlich riesige Binnenmärkte und ganz neue Wirtschaftszweige entstehen lässt, in denen viele Unternehmen traumhafte Wachstumsraten erzielen können. Weiterhin erscheint geradezu alles möglich! Diese grundlegenden Tatsachen werden auch von Skeptikern nur selten in Zweifel gezogen. Es herrscht ein offensichtlicher Konsens darüber, dass die asiatischen Volkswirtschaften noch über lange Jahre hinweg hohe Wachstumsraten erzielen können. Die Chancen, die sich für ganz Fernost aus einer engeren weltwirtschaftlichen Verzahnung, technologischen Fortschritten, marktwirtschaftlichen Reformen und einem wachsenden Binnenmarkt ergeben, scheinen noch längst nicht ausgeschöpft. Dies alles, so das pessimistische Lager, gelte aber eben nur in der langfristigen Perspektive. Kurzfristig müsse dagegen zu Gewinnmitnahmen geraten werden. Die Pessimisten unter den Asien-Beobachtern argumentieren, dass eine derartige Wachstumsdynamik wie in Asien stets mit einer gewissen Instabilität und möglichen Turbulenzen verbunden ist. Ein markantes Beispiel dafür sei die Krise der Jahre 1997/1998. Diese sei zwar schlussendlich gut gemeistert worden, habe aber an den lokalen Börsen zu einem empfindlichen Einbruch geführt. Auch Inflation, Spekulationsfieber und unkontrollierte Kreditvergabe seien in den boomenden Volkswirtschaften Asiens schwerwiegende Probleme. Hat nicht sogar die chinesische Regierung selbst immer wieder vor einer „Überhitzung“ und einer „Spekulationsblase“ am Aktienmarkt gewarnt und damit den jüngsten Kursrutsch mit ausgelöst? War der Rücksetzer im Februar nicht ein allzu deutlicher Hinweis darauf, wie empfindlich die Schwellenländer-Börsen mittlerweile auch auf eher harmlose Störfaktoren reagieren. Sind die asiatischen Volkswirtschaften nicht noch viel zu exportabhängig in einer Zeit, in der der große Handelspartner USA mit abflachenden Wachstumsraten und einer Krise am Immobilienmarkt kämpft? All dies sind berechtigte Fragen, auf die eine endgültige Antwort schwer zu finden sein dürfte. Das wichtigste Argument der Baissiers dürfte aber in der Kurs-Rallye zu finden sein, die in den letzten Jahren stattfand. An keinem Aktienmarkt der Welt, so die Skeptiker, werde immer nur Geld verdient. Nach einer langen Periode mit nahezu ununterbrochenen Aufschlägen und immer neuen Rekordhochs würden nun auch die asiatischen Märkte korrekturanfälliger. Zudem sei es weiter äußerst unwahrscheinlich, dass diese Börsen einem globalen Aktienmarktabschwung – der etwa in den USA seinen Anfang nehmen könnte – nennenswert etwas entgegenzusetzen hätten. Damit stehen Asien-Freunde, die derzeit über neue Position nachdenken, vor einem schweren Dilemma. Noch ziehen die meisten Märkte und Einzeltitel unentwegt nach oben, was die Chancen auf einen günstigen Einstieg von Tag zu Tag schwinden lässt. Gleichzeitig erscheint ein Rückschlag umso wahrscheinlicher, je länger die Hausse anhält und je mehr Milliarden und Abermilliarden von Dollar und Euro weiter an die Börsen in Fernost fließen. Anleger, die in den Schwellenländern investiert sind, wissen in der Regel um die höheren Risiken und die Schwankungsanfälligkeit dieser Märkte. Je länger ihr Anlagehorizont und je breiter gestreut ihr Portfolio ist, desto eher können sie die hier aufgeworfenen Fragen als belanglos abtun und sich wichtigeren Problemen zuwenden. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt wäre es aber möglicherweise kein Fehler, eine etwas vorsichtigere Haltung einzunehmen. Die meisten unserer langjährigen Leser dürften bei einer beträchtlichen Anzahl von Papieren ohnehin auf üppigen Gewinnen sitzen. In diesem Fall sollte es sich lohnen, das eigene Depot einmal gründlich zu durchforsten. Dabei dürfte sich sicherlich der eine oder andere Titel finden, der gut gelaufen und vielleicht auch schon recht ambitioniert bewertet ist. Wer sich von seinen heißgeliebten Positionen nicht auf Anhieb trennen möchte, sollte zu dem probaten Mittel des Stopkurses greifen. Zum einen ist an einer Gewinnmitnahme noch keiner gestorben. Zum anderen lassen sich bei EMFIS bekanntlich immer wieder neue Unternehmen finden, die gute Wachstumschancen mit einer günstigen Bewertung vereinen. Daneben bietet die aktuelle Situation allen Asien-Anlegern einen guten Anlass, auch über alternative Instrumente nachzudenken. Zuletzt haben wir das Zertifikat „L&M RISING ASIA GARANT“ besprochen, das sich derzeit in der Zeichnungsphase befindet und ab dem 29. März in Stuttgart, Frankfurt und Düsseldorf gehandelt werden kann. Dem Papier liegen bei voller Kapitalgarantie als Basiswerte die Leitindizes in Japan (Nikkei 225), Hongkong (Hang Seng Index), Korea (Kospi 200), China (HSCEI) und Australien (S&P/ASX 200) zugrunde. Der Anleger ist dadurch breit in fünf interessanten und unterschiedlichen asiatischen Märkten investiert und geht dabei gleichzeitig auf Nummer Sicher. Die Laufzeit ist mit vier Jahren relativ überschaubar. Auch auf zahlreiche andere asiatische Indizes und Einzelwerte gibt es interessante Garantie- oder Discount-Zertifikate. Diesen Papieren ist bei allen mannigfaltigen Unterschieden gemein, dass sie das Risiko des Anlegers mindern oder gänzlich wegfallen lassen können. Das diese Strategien im Falle weiterer Kursgewinne nicht mit der Performance des Basiswertes mithalten können, dürfte in der Regel verschmerzbar sein. Sie eignen sich dadurch hervorragend dazu, ein Asien-Portfolio zu optimieren und auch für die kommenden Jahre wetterfest zu machen. Lesen Sie auf EMFIS die Studie zum Zertifikat "L&M RISING ASIA GARANT"

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