SchwÀche, Maschinenbau

SchwÀche im Maschinenbau hÀlt an

02.12.2024 - 10:00:37

Auch der Oktober bringt bei den AuftrÀgen nicht die erhoffte Trendwende. Weil Bestellungen ausbleiben, sind viele Anlagen nicht ausgelastet. Das spiegelt sich in der Jahresprognose der Branche.

Die Auftragsflaute bei Deutschlands Maschinen- und Anlagenbauern hĂ€lt an. Im Oktober wurde das Vorjahresniveau bei den Bestellungen preisbereinigt um neun Prozent verfehlt, wie der Branchenverband VDMA mitteilte. «FĂŒr die ersten zehn Monate des laufenden Jahres errechnet sich nun ein Minus der Bestellungen von insgesamt acht Prozent», ordnete VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers ein. «Es bleibt dabei, dass die Kunden im Maschinenbau mit neuen Investitionen sehr zurĂŒckhaltend sind.»

Seit Monaten macht die schwÀchelnde Konjunktur der Branche zu schaffen, die allein in Deutschland mehr als 1,2 Millionen Menschen beschÀftigt. Die Nachfrage in wichtigen AbsatzmÀrkten wie China und den USA ist schwach, Handelskonflikte könnten sich ausweiten und die Lage noch verschÀrfen. Dazu kommen Sorgen um die WettbewerbsfÀhigkeit des Standortes Deutschlands.

TrĂŒbe Aussichten fĂŒr das Gesamtjahr

Im September hatte der VDMA seine Erwartungen fĂŒr das Gesamtjahr nochmals deutlich nach unten geschraubt: Der Verband geht seitdem davon aus, dass die Produktion preisbereinigt um rund acht Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen wird. FĂŒr 2025 stellt sich der VDMA auf einen ProduktionsrĂŒckgang von zwei Prozent ein.

Im Oktober des laufenden Jahres gab es zumindest bei den Bestellungen im Inland einen Lichtblick: Hier verbuchten die heimischen Maschinen- und Anlagenbauer drei Prozent mehr neue AuftrÀge als vor Jahresfrist. Allerdings war das InlandsgeschÀft im Vorjahresmonat auch besonders schwach.

Die Bestellungen aus dem Ausland lagen im diesjĂ€hrigen Oktober dagegen um 14 Prozent unter dem Niveau von Oktober 2023. Damals hatten die Unternehmen von GroßauftrĂ€gen profitiert, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erlĂ€uterte.

@ dpa.de