Italien, Proteste

Auch in Italien gewalttÀtige Proteste

Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 12:04 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Wie in Frankreich ist es auch in Italien am Rande friedlicher Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten zu gewalttÀtigen Ausschreitungen gekommen.

Betroffen war vor allem die norditalienische Metropole Mailand, wo schwarz gekleidete, vermummte Jugendliche die Polizei auf der zentralen Piazza Duomo mit Feuerwerkskörpern und Flaschen bewarfen sowie Barrikaden errichteten, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Die Polizei habe sich zunĂ€chst zurĂŒckziehen und auf VerstĂ€rkung warten mĂŒssen.

Auch in anderen StĂ€dten wie Turin, Bologna und Bergamo kam es demnach zu ZusammenstĂ¶ĂŸen, bei denen Steine und Feuerwerkskörper auf die Polizei geworfen wurden. Allein in Mailand seien mindestens vier Polizisten und 20 Demonstranten verletzt sowie ĂŒber 50 Jugendliche festgenommen worden. Die HĂ€lfte von ihnen war minderjĂ€hrig, wie Ansa weiter berichtete.

Meloni verurteilt gewalttÀtige Proteste

Italiens rechte MinisterprĂ€sidentin Giorgia Meloni verurteilte die Gewalt. "Demonstrieren ist ein Recht, aber unsere StĂ€dte in Brand zu setzen nicht", wurde sie zitiert. Auch der linksgerichtete BĂŒrgermeister der wirtschaftsstarken Metropole Mailand, Giuseppe Sala, verurteilte die Ausschreitungen, Ă€ußerte aber auch VerstĂ€ndnis fĂŒr den Unmut vieler Menschen. "Die GrĂŒnde fĂŒr den Protest waren verstĂ€ndlich. Die Gewalt gegen die Polizei und die schweren SchĂ€den an der Stadt sind aber nicht zu rechtfertigen", sagte er.

Vor allem Menschen mit geringen bis mittleren Einkommen werden durch die Inflation, hohe Benzin- und Dieselpreise stark belastet, wÀhrend die Reallöhne stagnieren. In den Ballungszentren fehlt es zudem an bezahlbarem Wohnraum.

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