Audi-Gewinn sinkt im dritten Quartal auf 95 Millionen Euro
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 09:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAudi-Ergebnis im dritten Quartal
- Die Volkswagen-Tochter Audi erzielte im dritten Quartal 95 Millionen Euro Gewinn nach Steuern.
- Das Ergebnis lag 87 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums.
- Damit vermied Audi im Berichtsquartal nur knapp einen Verlust.
Audi bleibt im dritten Quartal knapp profitabel
Der Autobauer Audi hat im dritten Quartal nur knapp die roten Zahlen vermieden. Nach Steuern verdiente die Volkswagen-Tochter 95 Millionen Euro und damit 87 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Gewinn sinkt auf 95 Millionen Euro
Das teilte das Unternehmen mit. Trotz des starken Rückgangs blieb unter dem Strich ein positives Ergebnis.
VW-Konzern unter hohem Druck
Die Zahlen fallen in eine schwierige Phase für den Volkswagen-Konzern. Volkswagen meldete für das dritte Quartal einen Verlust von 5,8 Milliarden Euro nach Steuern.
Als Belastungen wurden unter anderem eine Abschreibung auf den Firmenwert der Sport- und Geländewagentochter Porsche, die geringere Nachfrage in China und hohe US-Zölle genannt.
Schwaches China-Geschäft belastet
Volkswagen setzte im Zeitraum von Januar bis September in China deutlich weniger Fahrzeuge ab als im Vorjahr. Zugleich gewinnen dort heimische Elektroautohersteller Marktanteile.
Die Entwicklung erhöht den Anpassungsdruck für die Marken des Konzerns. Audi muss zugleich in neue Elektrofahrzeuge investieren und mit steigenden Kosten sowie einem intensiven Wettbewerb umgehen.
Ergebnis setzt engen Spielraum
Der Audi-Gewinn von 95 Millionen Euro lässt im Quartal nur einen geringen Puffer gegenüber weiteren Belastungen. Entscheidend für die weitere Entwicklung sind die kommenden Quartale und die Frage, ob sich der Ergebniseinbruch stabilisieren lässt.
Audis Ergebnis steht im dritten Quartal im größeren Zusammenhang mit der angespannten Lage im Volkswagen-Konzern. Volkswagen meldete für denselben Zeitraum einen Verlust von 5,8 Milliarden Euro nach Steuern; als wesentliche Belastungen wurden unter anderem eine milliardenschwere Porsche-Abschreibung, die schwache Nachfrage in China und US-Zölle genannt.
Für Audi ist der Rückgang besonders relevant, weil die Marke traditionell einen wichtigen Beitrag zum Konzernergebnis leistet. Ein Quartalsgewinn von 95 Millionen Euro lässt nur einen geringen Puffer gegenüber weiteren Belastungen. Die von Audi ausgewiesene Veränderung um 87 Prozent zeigt zudem, dass der Rückgang nicht lediglich eine leichte Schwankung innerhalb des Geschäftsverlaufs ist.
Belastungen für die Autoindustrie
Die Branche steht gleichzeitig unter Druck durch eine veränderte Nachfrage in China, den schnellen Ausbau chinesischer Elektroautohersteller und hohe Kosten für den technologischen Umbau. Volkswagen verwies zudem auf sinkende Auslieferungen in China sowie auf Kostensteigerungen bei Komponenten. Diese Faktoren erhöhen den Druck auf die Marken des Konzerns, ihre Modellprogramme, Preise und Kostenstrukturen anzupassen.
Für Audi werden die kommenden Quartale deshalb zeigen, ob der Gewinnrückgang vor allem durch einmalige Belastungen geprägt ist oder ob sich die schwache Entwicklung im operativen Geschäft fortsetzt. Für Beschäftigte, Zulieferer und Standorte ist die Entwicklung bedeutsam, weil anhaltend niedrige Erträge den Spielraum für Investitionen und Personalentscheidungen verringern.
