Audi baut SUV-Werk in Georgia für 200.000 Autos jährlich
Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 03:15 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAudis US-Pläne im Wahlkampf
- Donald Trump kündigte den Baubeginn des Werks in Georgia für den kommenden Monat an.
- Am 3. November wählen die USA das Repräsentantenhaus und einen Teil des Senats.
- Audi plant rund 4.500 Arbeitsplätze und eine Investition von rund vier Milliarden US-Dollar.
Audi plant erstes eigenes US-Werk in Georgia
Der deutsche Autobauer Audi hat auf einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump den Bau eines neuen SUV-Werks in Georgia bekanntgegeben. In dem Werk sollen jährlich 200.000 Autos produziert werden.
Baubeginn für 2027 vorgesehen
Trump kündigte in seiner Rede an, Audi werde im kommenden Monat mit dem Bau eines riesigen Werks in dem Bundesstaat beginnen, und rief Audi-Chef Gernot Döllner auf die Bühne. Döllner dankte Trump vor den US-Parlamentswahlen für dessen Unterstützung.
Nach Angaben von Audi ist der Baubeginn für 2027 vorgesehen. Die Marke plant damit erstmals ein eigenes Werk in den USA und will rund vier Milliarden US-Dollar investieren.
Produktion soll Anfang der 2030er starten
Das Projekt soll rund 4.500 Arbeitsplätze schaffen. In Georgia sollen Premium-SUVs entstehen, die auf die Anforderungen nordamerikanischer Kundinnen und Kunden ausgerichtet sind.
Trump wirbt mit Industrieprojekten
Bis zu den Midterm-Wahlen sind es weniger als zehn Tage. Am 3. November stimmen die Amerikanerinnen und Amerikaner über die Sitze im Repräsentantenhaus und einen Teil der Sitze im Senat ab.
Trumps Republikanische Partei will ihre knappen Mehrheiten in beiden Kammern verteidigen. Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar 2025 fordert Trump ausländische Unternehmen unter Androhung hoher Zölle dazu auf, Produktion in die USA zu verlagern. Als Anreiz stellte er den Erlass von Importzöllen in Aussicht.
Die Audi-Ankündigung verbindet Industriepolitik und US-Wahlkampf ungewöhnlich sichtbar. Donald Trump präsentierte das geplante Werk in Georgia wenige Tage vor den Kongresswahlen als Beispiel dafür, dass Unternehmen ihre Produktion in die USA verlagern. Audi-Chef Gernot Döllner trat anschließend auf die Bühne und dankte dem Präsidenten für dessen Unterstützung.
Für Audi ist das Vorhaben strategisch bedeutsam, weil die Marke erstmals ein eigenes Werk in den Vereinigten Staaten plant. Mit einer vorgesehenen Investition von rund vier Milliarden US-Dollar und etwa 4.500 Arbeitsplätzen hätte das Projekt eine erhebliche regionale Wirkung. Die geplante Kapazität von jährlich 200.000 Fahrzeugen zielt zugleich auf eine stärkere Präsenz im nordamerikanischen SUV-Markt.
Industriepolitik mit Zollrisiko
Trump versucht seit Beginn seiner zweiten Amtszeit, ausländische Hersteller mit der Aussicht auf hohe Importzölle zu Investitionen in den USA zu bewegen. Lokale Produktion kann Unternehmen vor solchen Belastungen schützen und Lieferketten verkürzen, erhöht aber auch die Abhängigkeit von der Entwicklung des US-Marktes und von politischen Rahmenbedingungen.
Für Beschäftigte und Zulieferer in Georgia entstehen Chancen, während die langfristigen Folgen für andere Audi- und Volkswagen-Standorte offenbleiben. Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen, die Fertigung soll Anfang der 2030er Jahre starten. Bis dahin müssen Investitionsentscheidung, Bau und Produktionsanlauf umgesetzt werden.
