Fraport-BeschÀftigte, Arbeitsmarkt

Fraport-BeschÀftigte können Bekannte anwerben

15.11.2023 - 12:29:00 | dpa.de

Auf dem angespannten Arbeitsmarkt Rhein-Main tut sich auch der Flughafen schwer, genug Leute zu finden. Die neue Personalchefin hat die Ausbildung reformiert - und setzt gezielte Anreize.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport geht bei der Rekrutierung von ArbeitskrÀften neue Wege. - Foto: Andreas Arnold/dpa
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport geht bei der Rekrutierung von ArbeitskrÀften neue Wege. - Foto: Andreas Arnold/dpa

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport setzt bei der Rekrutierung neuer ArbeitskrĂ€fte auf die Bekannten der eigenen Mitarbeiter. DafĂŒr werden AnwerbeprĂ€mien ausgelobt. Es sei innerhalb weniger Wochen gelungen, auf diesem Weg 50 neue ArbeitskrĂ€fte zu gewinnen, berichtete die neue PersonalvorstĂ€ndin Julia Kranenberg in Frankfurt. Das allein reiche zwar nicht aus, sei aber im Moment eines der erfolgreichsten Instrumente.

Die BeschĂ€ftigten erhalten fĂŒr ihre Hinweise eine PrĂ€mie von 500 Euro bei Vertragsabschluss und weitere 500 Euro, wenn der oder die Angeworbene die Probezeit ĂŒbersteht. Der Frankfurter Flughafen sucht nach dem Ende der Corona-Pandemie verstĂ€rkt ArbeitskrĂ€fte und stellt nach Kranenbergs Angaben jĂ€hrlich rund 3000 Leute mit unterschiedlichster Qualifikation ein. «Es fehlen wahnsinnig viele Menschen», sagte sie. Auch habe sich die Fluktuation verstĂ€rkt.

Die frĂŒhere RWE-Managerin Kranenberg war im vergangenen Jahr bei Fraport eingestiegen und hat ein Personalprogramm mit dem Titel «HRneo» aufgelegt, mit dem auch ein neuer FĂŒhrungsstil etabliert werden soll. Neben der QuantitĂ€t bei der Rekrutierung mĂŒsse auch die QualitĂ€t der Weiterbildung verbessert werden. Fraport hat ein Programm aufgelegt, aus einem einfachen Lader innerhalb eines Jahres und damit doppelt so schnell wie zuvor einen Lademeister zu machen. Dazu gehören etliche Qualifizierungsschritte einschließlich FĂŒhrerschein und behördlichen Zulassungen.

Als zusĂ€tzlichen Anreiz erhalten die rund 18.300 BeschĂ€ftigten zuzahlungsfrei ein Deutschland-Ticket. Über eine mögliche Vier-Tage-Woche als Anreiz oder ĂŒber eigene Wohnraumprogramme denkt der MDax-Konzern hingegen nach Kranenbergs Angaben derzeit nicht nach.

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