Habeck, Klimagipfel

Habeck auf Klimagipfel: Auch China und Katar sollten helfen

18.11.2024 - 09:02:29

Auf der Weltklimakonferenz in Aserbaidschan hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck reiche SchwellenlĂ€nder wie China, Saudi-Arabien und Katar dazu aufgerufen, sich an Klimahilfen fĂŒr arme Staaten zu beteiligen.

Diese SchwellenlĂ€nder seien die "großen Profiteure" der vergangenen Jahrzehnte gewesen beim GeschĂ€ft mit Öl, Kohle und Gas, sagte der GrĂŒnen-Politiker in Baku. Sie hĂ€tten "astronomische Summen" verdient. Diese "Übergewinne" mĂŒssten stĂ€rker genutzt werden, "um diejenigen, die leiden unter der globalen ErderwĂ€rmung, besser zu schĂŒtzen". Das sei eine "sehr konsistente Logik".

Auf der UN-Konferenz in Baku, die planmĂ€ĂŸig am 22. November endet, haben alle EntwicklungslĂ€nder zusammen gefordert, dass die Industriestaaten kĂŒnftig mindestens 1.300 Milliarden US-Dollar pro Jahr an Klimafinanzierung mobilisieren - 13 Mal mehr als derzeit. Die EU-Staaten erkennen zwar grundsĂ€tzlich an, dass mehr Geld fließen muss. Sie wollen aber, dass auch LĂ€nder wie China oder die Golfstaaten etwas beitragen. Bisher gelten sie nach einer 30 Jahre alten UN-Logik aber als Entwicklungsstaaten - und damit als EmpfĂ€ngerlĂ€nder.

Weiter sagte Habeck, die Ära von Kohle, Öl und Gas sei vorbei. "Das lĂ€uft jetzt aus. Die Messe ist gesungen." Der Umstieg auf die Erneuerbaren sei nicht mehr aufzuhalten. Heute flössen 85 Prozent der neuen Investitionen in Energie in Erneuerbare. Dass sich die Fossil-Industrie und die Lobbys dahinter jetzt noch einmal aufbĂ€umten gegen den Wandel sei erwartbar, weil es so große GeschĂ€ftsmodelle seien. "Dennoch sprechen die Zahlen und inzwischen die MĂ€rkte eine völlig andere Sprache."

@ dpa.de