Habeck auf Klimagipfel: Auch China und Katar sollten helfen
18.11.2024 - 09:02:29Diese SchwellenlĂ€nder seien die "groĂen Profiteure" der vergangenen Jahrzehnte gewesen beim GeschĂ€ft mit Ăl, Kohle und Gas, sagte der GrĂŒnen-Politiker in Baku. Sie hĂ€tten "astronomische Summen" verdient. Diese "Ăbergewinne" mĂŒssten stĂ€rker genutzt werden, "um diejenigen, die leiden unter der globalen ErderwĂ€rmung, besser zu schĂŒtzen". Das sei eine "sehr konsistente Logik".
Auf der UN-Konferenz in Baku, die planmĂ€Ăig am 22. November endet, haben alle EntwicklungslĂ€nder zusammen gefordert, dass die Industriestaaten kĂŒnftig mindestens 1.300 Milliarden US-Dollar pro Jahr an Klimafinanzierung mobilisieren - 13 Mal mehr als derzeit. Die EU-Staaten erkennen zwar grundsĂ€tzlich an, dass mehr Geld flieĂen muss. Sie wollen aber, dass auch LĂ€nder wie China oder die Golfstaaten etwas beitragen. Bisher gelten sie nach einer 30 Jahre alten UN-Logik aber als Entwicklungsstaaten - und damit als EmpfĂ€ngerlĂ€nder.
Weiter sagte Habeck, die Ăra von Kohle, Ăl und Gas sei vorbei. "Das lĂ€uft jetzt aus. Die Messe ist gesungen." Der Umstieg auf die Erneuerbaren sei nicht mehr aufzuhalten. Heute flössen 85 Prozent der neuen Investitionen in Energie in Erneuerbare. Dass sich die Fossil-Industrie und die Lobbys dahinter jetzt noch einmal aufbĂ€umten gegen den Wandel sei erwartbar, weil es so groĂe GeschĂ€ftsmodelle seien. "Dennoch sprechen die Zahlen und inzwischen die MĂ€rkte eine völlig andere Sprache."

