ROUNDUP, Verdachtsfall

Verdachtsfall von Maul- und Klauenseuche nicht bestÀtigt

17.01.2025 - 08:54:29 | dpa.de

Aufatmen am Freitagmorgen: Der Verdachtsfall auf Maul- und Klauenseuche im Landkreis Barnim hat sich nach Angaben von Bundesagrarminister Cem Özdemir (GrĂŒne) nicht bestĂ€tigt.

"Der Stand ist heute, dass es keinen zweiten weiteren positiven Fall gibt", sagte Özdemir am Morgen im Deutschlandfunk.

Auch das Brandenburger Landwirtschaftsministerium teilte kurze Zeit spĂ€ter mit, der Verdacht in einem Ziegenbestand habe sie nicht bestĂ€tigt. "Somit gibt es keinen weiteren Ausbruch der MKS und auch keine weitere Ausbreitung dieser Tierseuche." FĂŒr Menschen ist die MKS ungefĂ€hrlich.

Laboruntersuchungen liefen in der Nacht weiter

Nach Angaben von Özdemir hatten Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts noch in der Nacht die Untersuchung vorgenommen. Die Ziege sei frei von Maul- und Klauenseuche. Damit bleibe es bei dem einen bekannten Ausbruch. "Deutschland ist weiterhin nicht maul- und klauenseuchenfrei, aber immerhin die Tierseuche hat sich Stand heute nicht ausgebreitet", fĂŒgte Özdemir hinzu.

Ursprung immer noch nicht geklÀrt

Der Verdachtsfall war am Mittwoch im Landkreis Barnim aufgetreten. Von den betroffenen Tieren wurden nach Angaben eines Sprechers unverzĂŒglich Proben genommen.

Nach wie vor gibt es offene Fragen. Die Ursache des Ausbruchs sei immer noch nicht klar, sagte Özdemir. "Auch diese Information brauchen wir dringend."

Die Sorge sei weiterhin groß, so der GrĂŒnen-Politiker. Solange Deutschland international noch nicht wieder den Status habe, MKS-frei zu sein, dĂŒrfe es bei den Maßnahmen kein Nachlassen geben. Es mĂŒsse alles dafĂŒr getan werden, damit die LĂ€nder, die deutsche Produkte kauften, wieder Vertrauen hĂ€tten.

Landwirte sollen fĂŒr Tötungen entschĂ€digt werden

"Was die Landwirte angeht, muss klar sein: Kein Hof sollte aufgeben mĂŒssen wegen der Maul- und Klauenseuche." Den Angaben des Ministers zufolge entschĂ€digen die Tierseuchenkassen der BundeslĂ€nder unmittelbar fĂŒr getötete Tiere und den Abtransport. "Wenn es zu weiteren AusbrĂŒchen kommt und wir dann eine Krise von nationalem Ausmaß bekommen, dann sind wir alle gefordert."

In der vergangenen Woche war die Maul- und Klauenseuche (MKS) erstmals seit mehr als 35 Jahren in Deutschland ausgebrochen. Die fĂŒr Tiere hoch ansteckende Viruserkrankung wurde bei einer WasserbĂŒffel-Herde in Hönow im brandenburgischen Landkreis MĂ€rkisch-Oderland entdeckt. Seitdem hatte es keinen weiteren bestĂ€tigten Fall gegeben.

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