Experten, DĂŒrregefahr

Experten: DĂŒrregefahr in diesem Jahr geringer als in Vorjahren

05.01.2024 - 16:59:31

Aufgrund der heftigen NiederschlĂ€ge und der dadurch gefĂŒllten Wasserspeicher ist die DĂŒrregefahr in diesem Jahr nach Angaben von Expertinnen und Experten des Helmholtz Zentrums fĂŒr Umweltforschung (UFZ) geringer als in den Vorjahren.

Eine konkretere Vorhersage sei aber nicht möglich, teilte das UFZ am Freitag in Leipzig mit.

GrundwasserstÀnde erholen sich

Der UFZ-DĂŒrremonitor zeige aktuell, dass es im Oberboden - also in den obersten 25 Zentimetern - derzeit keine DĂŒrre in Deutschland gibt. Bundesweit gĂ€be es derzeit nur noch vereinzelte Bereiche mit Trockenheit im Gesamtboden (bis 1,80 Meter Tiefe) - dazu zĂ€hlen insbesondere kleine Areale im Osten Deutschlands. Auch die GrundwasserstĂ€nde hĂ€tten sich erholt. Fast alle seien deutlich höher als normal. In manchen Regionen wurden sogar neue GrundwasserhöchststĂ€nde gemessen.

Experten warnen vor FolgeschÀden durch Extremwetterereignissen

Dennoch könne die gesamte Bodenwasser- und Grundwassersituation im Moment nicht als gut bezeichnet werden, da zu nass genau wie zu trocken zu erheblichen FolgeschĂ€den bei vielen Nutzungen fĂŒhrt. Einer Studie des Prognos-Instituts zufolge wurden etwa die extremwetterbedingten SchĂ€den durch Hitze, DĂŒrre und Hochwasser fĂŒr Deutschland von 2000 bis 2021 auf mindestens 6,6 Milliarden Euro jĂ€hrlich geschĂ€tzt.

Wintereinbruch könnte Lage entspannen

Vorausschauend könnte der prognostizierte Wintereinbruch nach Angaben der Experten die Hochwassersituation etwas verbessern. "Der Schnee speichert die NiederschlĂ€ge in der Schneedecke und fĂŒhrt nicht sofort zu einem Anstieg unserer FlĂŒsse", hieß es. Zudem könnten gefrorene Böden auch zur StabilitĂ€t der Deiche beitragen. Sehr kalte Temperaturen wiederum könnten die Hochwasserschutzarbeiten vor Ort erschweren. Entscheidend sei, wie lange die KĂ€lteperiode anhĂ€lt und ob nach ihrem Ende Tauwetter mit weiterem Regen einsetzt.

@ dpa.de