IW: AuslĂ€nder unverzichtbare StĂŒtze ostdeutscher Wirtschaft
25.08.2024 - 11:00:04"2023 arbeiteten in den fĂŒnf ostdeutschen BundeslĂ€ndern rund 403.000 Menschen, die keinen deutschen Pass haben, rund 173.000 mehr als noch fĂŒnf Jahre zuvor", heiĂt es in der Untersuchung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). "Sie allein erwirtschafteten 24,6 Milliarden Euro - das entspricht 5,8 Prozent der ostdeutschen Bruttowertschöpfung. Das Fazit der Studie: "AuslĂ€ndische BeschĂ€ftigte sind damit unverzichtbar fĂŒr den Osten: Zwischen 2018 und 2023 schrumpfte die Zahl der deutschen BeschĂ€ftigten um 116.000."
Ostdeutschland habe in puncto Gastfreundschaft nicht den besten Ruf, stellt das IW vor Landtagswahlen in drei ostdeutschen BundeslĂ€ndern fest. "Die AfD arbeitet sich an Migranten unermĂŒdlich ab und freut sich ĂŒber gute Umfragewerte - wĂ€hrend viele Migranten die Sorge umtreibt. Dabei stĂŒtzen gerade AuslĂ€nder die ostdeutsche Wirtschaft", so das Institut. Ohne neu hinzugekommene AuslĂ€nder wĂ€re die Wirtschaft dort aus Sicht des IW spĂŒrbar zurĂŒckgegangen, stattdessen sei sie gewachsen. "Davon profitiert vor allem Sachsen, hier erwirtschafteten AuslĂ€nder rund 7,9 Milliarden Euro. Brandenburg verbucht bei einer deutlich kleineren Gesamtwirtschaft 6,8 Milliarden Euro und ThĂŒringen immerhin noch 3,9 Milliarden Euro."
In den vergangenen fĂŒnf Jahren kamen laut IW vor allem Menschen aus Polen und Tschechien neu in den Osten, aber auch aus RumĂ€nien und der Ukraine. Sie arbeiteten vor allem im Baugewerbe, aber auch im Verkehrssektor und ĂŒber Zeitarbeitsfirmen in Deutschland. "AuslĂ€ndische BeschĂ€ftigte stĂŒtzen die ostdeutsche Wirtschaft", sagt Studienautor Wido Geis-Thöne. "Umso wichtiger ist es, dass die Region weltoffen bleibt - denn nur so bleibt der Osten wirtschaftlich erfolgreich."

