AuslandszuschlĂ€ge: Vorzeichenfehler kostet Bund fĂŒnf Millionen Euro
21.06.2026 - 08:11:50 | boerse-global.de
Ein externer Dienstleister berechnete die AuslandszuschlĂ€ge fĂŒr Bundesbedienstete falsch â mit Folgen: Rund fĂŒnf Millionen Euro flossen ĂŒber ein Jahr hinweg zu viel an Beamte und Soldaten im Ausland.
Die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern birgt oft unterschĂ€tzte rechtliche Risiken, insbesondere bei der Haftung fĂŒr Fehler in sensiblen Bereichen. Dieser kostenlose Experten-Report klĂ€rt darĂŒber auf, wie Sie sich durch rechtssichere VertrĂ€ge wirksam absichern. Haftungsrisiken bei Dienstleistern jetzt minimieren
71 Dienstorte weltweit betroffen
Der Fehler trat zwischen Juli 2025 und Juni 2026 auf. Betroffen waren 71 von 220 Dienstorten weltweit, wie das AuswĂ€rtige Amt bestĂ€tigte. Ein beauftragter Dienstleister hatte die Teuerungsraten falsch gewichtet: Statt negativer Vorzeichen fĂŒr gĂŒnstigere Lebenshaltungskosten setzte das Unternehmen konsequent positive ZuschlĂ€ge an.
Die Folge: Diplomaten, Soldaten und andere Bundesbedienstete kassierten monatlich mehr, als ihnen zustand. Besonders deutlich wird das bei der Bundeswehr in Litauen. Dort sinken die ZuschlÀge nach der Korrektur um rund 150 Euro pro Monat.
RĂŒckforderungen rechtlich unmöglich
Die betroffenen Beamten und Soldaten mĂŒssen das Geld nicht zurĂŒckzahlen. Das Besoldungsrecht schĂŒtzt sie, weil sie die Ăberzahlung weder verschuldeten noch als Fehler erkennen konnten.
Das AuswĂ€rtige Amt prĂŒft nun, ob der externe Dienstleister haftbar gemacht werden kann. FĂŒnf Millionen Euro Schaden â die Frage ist, ob das Unternehmen fĂŒr den Ausfall geradestehen muss.
Ob Berechnungsfehler oder DatenschutzverstöĂe â viele GeschĂ€ftsfĂŒhrer unterschĂ€tzen die weitreichenden Konsequenzen fehlerhafter Dienstleister-VertrĂ€ge. Mit diesem Gratis-E-Book erhalten Sie fertige Vorlagen und Checklisten, um Ihre Auftragsabwicklungen sofort rechtssicher zu gestalten. Kostenloses E-Book mit Vertrags-Vorlagen herunterladen
Systeme korrigiert, Aufarbeitung lÀuft
FĂŒr 2026 wurde der Fehler bereits behoben. Die BezĂŒge basieren wieder auf korrekten Teuerungsziffern. FĂŒr viele Mitarbeiter bedeutet das spĂŒrbare EinbuĂen, weil die fĂ€lschlichen AufschlĂ€ge wegfallen.
Die Behörden haben die Systeme angepasst, um solche Vorzeichenfehler kĂŒnftig auszuschlieĂen. Bleibt die Frage, wie es zur Auswahl und Kontrolle externer IT-Dienstleister in sensiblen Verwaltungsbereichen kam â ein Thema, das Berlin noch lĂ€nger beschĂ€ftigen dĂŒrfte.
