POLITIK: Wadephul strebt breiten Ausbau der Beziehungen zu Indien an
01.09.2025 - 11:39:08"Indien ist fĂŒr uns einer der zentralen Partner weltweit, um uns wirtschaftsstrategisch breiter und sicherer aufzustellen", erklĂ€rte der CDU-Politiker zu seinem Besuch in Indien an diesem Dienstag und Mittwoch. Auch ein Ausbau der Sicherheits-, Verteidigungs- und RĂŒstungskooperation beider LĂ€nder sei im wechselseitigen Interesse.
Der Antrittsbesuch des BundesauĂenministers in der mit rund 1,4 Milliarden Einwohnern gröĂten Demokratie weltweit steht auch unter dem Eindruck der aggressiven Handels- und Zollpolitik von US-PrĂ€sident Donald Trump. In der High-Tech-Metropole Bengaluru stehen fĂŒr Wadephul am Dienstag Themen wie Forschung, Wissenschaft und FachkrĂ€fteeinwanderung im Mittelpunkt. Bei den GesprĂ€chen in der Hauptstadt Neu Delhi am Mittwoch ist zu erwarten, dass der Umgang mit Russland sowie das VerhĂ€ltnis zu China als politische und wirtschaftliche GroĂmacht zentrale Themen sind.
Wadephul: Freihandelsabkommen schnell abschlieĂen
In Bengaluru wolle er den "Puls erfĂŒhlen, der Indiens InnovationsstĂ€rke so schlagkrĂ€ftig macht, und dabei noch stĂ€rkere Kooperationsmöglichkeiten ausloten", sagte Wadephul. Um die Wirtschaftsbeziehungen auf die nĂ€chste Stufe zu heben, solle das geplante Freihandelsabkommen zwischen Indien und der EU so schnell wie möglich abgeschlossen werden.
Beide Seiten streben einen Abschluss noch dieses Jahr an. Durch einen solchen Pakt verringern sich unter anderem Zölle, Lieferketten werden vereinfacht. Zwischen der EU und dem bevölkerungsreichsten Land der Erde gab es schon von 2007 bis 2013 Verhandlungen ĂŒber ein Abkommen. Damals scheiterten die GesprĂ€che, sie wurden erst vor drei Jahren wieder aufgenommen.
FachkrÀftegewinnung ein zentrales Thema
Wadephul ergĂ€nzte, Wirtschaftsbeziehungen könnten nur wachsen, wenn es Menschen gebe, die dazu konkret beitrĂŒgen. Eines der zentralen Themen seiner GesprĂ€che in Neu Delhi werde daher die FachkrĂ€ftegewinnung sein. Inderinnen und Inder seien die gröĂte Gruppe auslĂ€ndischer Studierender in Deutschland und als vielgefragte FachkrĂ€fte eine unentbehrliche StĂŒtze fĂŒr die Wirtschaft. Dies wolle er ausbauen und dafĂŒr auch die nötigen Strukturen stĂ€rken - von schneller Visa-Erteilung bis hin zu passender Sprachausbildung.

