Australien verhängt 830 Millionen Dollar Rekordstrafen gegen Finanzinstitute
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 08:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Neue Gesetze, Rekordstrafen und strenge Fristen sollen für mehr Transparenz sorgen.
Indien: Neue Regeln für Fonds und strengere Prüfungen
Ein parlamentarischer Ausschuss prüft derzeit die Reform des indischen Gesellschaftsrechts. Im Fokus: Die Umwandlung von alternativen Investmentfonds (AIF) in Personengesellschaften mit beschränkter Haftung (LLP). Investoren dieser Fonds könnten künftig direkt als Partner in den LLPs eingestuft werden.
Auch die Grenzen für soziale Unternehmensverantwortung (CSR) stehen zur Debatte. Der Entwurf sieht vor, die Nettogewinnschwelle auf 100 Millionen Rupien anzuheben. Ein abschließender Bericht wird für Anfang August erwartet.
Parallel dazu erweitert die Börsenaufsicht SEBI ihre Liste für forensische Audits. 18 neue Dienstleister kamen hinzu – darunter EY, KPMG und Grant Thornton. Die Firmen sollen Finanzbetrug frühzeitig aufdecken. Die Auswahl gilt für drei Jahre.
Australien: Rekordstrafe von 830 Millionen Dollar
Die australische Aufsicht ASIC hat ihre Bilanz für 2025/26 vorgelegt: Zivilstrafen in Rekordhöhe von 830 Millionen australischen Dollar. Hinzu kommen Rückzahlungen an Kunden von 644 Millionen Dollar. Allein im ersten Halbjahr 2026 verhängte die Behörde Strafen von 480 Millionen Dollar – gegen namhafte Finanzinstitute.
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Im Bergbausektor meldete Australian Pacific Coal volle Compliance mit den Börsenregeln. Gleichzeitig sanken die gezahlten Bergbausteuern und Lizenzgebühren auf 63,8 Milliarden Dollar. Grund: gefallene Kohlepreise und gestiegene Betriebskosten.
Nigeria: Fristen laufen Ende Juli ab
Die nigerianische Versicherungsaufsicht NAICOM erinnert die Branche an eine wichtige Frist: Bis zum 31. Juli müssen Versicherer ihre Rekapitalisierung abgeschlossen haben. Ziel ist mehr finanzielle Widerstandsfähigkeit und bessere Risikoabsicherung.
Am selben Tag läuft auch die Frist für Großunternehmen ab. Firmen mit mindestens 5 Milliarden Naira Jahresumsatz müssen auf elektronische Rechnungsstellung umstellen. Wer den Integrationsprozess nicht schafft, muss mit Konsequenzen rechnen. Im ersten Quartal hatten bereits über 1.000 Unternehmen die neuen Anforderungen erfüllt.
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Malaysia: Premier ordnet Prüfung nach Millionenverlust an
Nach Berichten über Unregelmäßigkeiten bei einer Investition in das Unternehmen eFishery hat Malaysias Premierminister eine umfassende Überprüfung angeordnet. Betroffen ist der staatliche Rentenfonds KWAP. Hintergrund: Verluste in Millionenhöhe und strafrechtliche Ermittlungen gegen einen Mitbegründer.
Der Regierungschef fordert eine unabhängige Prüfung der Investitionsentscheidungen. Es geht um die Integrität staatlicher Fonds.
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