Batteriespeicher, Allianz

Batteriespeicher: Allianz und Kyon investieren über 500 Millionen Euro

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 00:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Anleger setzen verstärkt auf defensive Anlagen. Das Fondsvolumen des EB - Multi Asset Conservative überschreitet 200 Millionen Euro.

Deutsche Depots: Aktienquote sinkt, Anleihen und Liquidität legen zu
Moderner Arbeitsplatz im Finanzsektor mit Diagrammen zur Wertentwicklung und Nachhaltigkeitskennzahlen auf einem Laptop. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Aktienquote in deutschen Depots sinkt, Anleihen und Liquidität werden wieder attraktiver. Laut aktuellem Trendmonitor Vermögensverwaltung 2026 reduzieren institutionelle und private Portfoliomanager ihr Aktienengagement spürbar. Der Anteil von Aktien fiel von 62,8 Prozent im Jahr 2024 auf 59,7 Prozent im Folgejahr. Gleichzeitig stieg die Anleihenquote von 21,2 auf 23,2 Prozent.

Defensive Fonds legen zu

Der Trend zu sicherheitsorientierten Anlagen zeigt sich auch im Fondsgeschäft. Der defensive Multi-Asset-Fonds EB - Multi Asset Conservative der EB-SIM knackte im Juli 2026 die 200-Millionen-Euro-Marke beim Fondsvolumen. Seit Jahresbeginn flossen dem Produkt über 50 Millionen Euro an frischem Kapital zu. Branchenanalysten sehen darin eine wachsende Nachfrage nach risikoarmen Strategien.

Auch größere Player festigen ihre Position. Der DB Growth SAA (EUR) LC kommt per Mitte Juni 2026 auf ein Fondsvermögen von rund 4,5 Milliarden Euro. Der nach Artikel 8 der Offenlegungsverordnung als ESG-konform eingestufte Fonds erzielte auf Jahressicht eine Brutto-Wertentwicklung von über 15 Prozent. Die laufenden Kosten lagen Ende 2025 bei 1,59 Prozent.

ESG-Berichte: Schwarz und Continental legen vor

Parallel zur Umschichtung rücken Nachhaltigkeitskennzahlen stärker in den Fokus. Die Schwarz Gruppe (Lidl, Kaufland) legte im Juli ihren siebten Nachhaltigkeitsbericht vor. Das Unternehmen will bis 2050 Netto-Null erreichen – bereits validiert durch die Science Based Targets initiative (SBTi). Im Geschäftsjahr 2025 steigerte der Handelskonzern seine solare Eigenproduktion um 28 Prozent auf 473.000 Megawattstunden. Die betriebsbedingten Emissionen (Scope 1 und 2) sanken im Vergleich zu 2019 um über 44 Prozent.

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Auch Continental macht Fortschritte. In einem aktuellen Branchenrating erreichte der Autozulieferer 84 von 100 Punkten – das sind die weltweit besten fünf Prozent unter den Reifenherstellern. Seit Anfang 2026 hat Continental Kohle und Schweröl an allen Standorten vollständig verbannt. Der Anteil erneuerbarer oder recycelter Materialien lag 2025 bei 28 Prozent, bis 2030 sollen es 40 Prozent sein.

Milliarden für Batteriespeicher und Anleihen

Der Kapitalmarkt unterstützt den ökologischen Umbau mit gezielten Finanzierungen. Ein Joint Venture aus Allianz und der TotalEnergies-Tochter Kyon realisiert elf Batterie-Großspeicher in Deutschland mit einer Gesamtleistung von 789 Megawatt. Das Investitionsvolumen liegt bei über 500 Millionen Euro – die KfW IPEX-Bank ist mit an Bord.

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Zusätzliche Dynamik kommt vom Primärmarkt für Unternehmensanleihen. Im ersten Halbjahr 2026 platzierten Firmen Papiere im Gesamtwert von 331 Milliarden Euro – ein Plus von acht Prozent zum Vorjahr. Besonders US-Tech-Konzerne trieben das Volumen angesichts hoher KI-Investitionen. Laut LBBW-Marktbeobachtern waren neue Emissionen fast vierfach überzeichnet.

Ergänzt wird der Trend durch langfristige Stromlieferverträge (PPAs). Der Drogeriemarktbetreiber dm sicherte sich im Juli für zehn Jahre Grünstrom aus einem bayerischen Solarpark. Die Anlage mit elf Megawatt-Peak soll ab dem ersten Halbjahr 2027 jährlich über 13 Gigawattstunden liefern – ohne EEG-Förderung.

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