Baugenehmigungen: 20.600 Wohnungen im August genehmigt
Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 08:51 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSGenehmigte Wohnungen nach Bauart
- Von Januar bis August 2026 wurden 169.400 Wohnungen in neuen und bestehenden GebÀuden genehmigt.
- Auf MehrfamilienhÀuser entfielen im Zeitraum 90.600 genehmigte Neubauwohnungen.
- In Wohnheimen sank die Zahl der genehmigten Wohnungen um 2,0 Prozent auf 5.300.
Deutschland genehmigt im August 20.600 Wohnungen
Im August 2026 ist in Deutschland der Bau von 20.600 Wohnungen genehmigt worden. Das waren 6,8 Prozent oder 1.300 Genehmigungen mehr als im August 2025, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.
Neubau und Umbau legen zu
Die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau stieg um 4,2 Prozent oder 700 auf 16.500. Bei Wohnungen, die durch den Umbau bestehender GebÀude entstehen, gab es einen Zuwachs von 18,2 Prozent oder 600 auf 4.200.
Bei den Ergebnissen ist zu beachten, dass Baugenehmigungen hĂ€ufig nicht in dem Berichtsmonat ihrer Erteilung, sondern durch Nachmeldungen der Baubehörden erst spĂ€ter in die Statistik einflieĂen.
Mehr Genehmigungen im Jahresverlauf
Von Januar bis August 2026 wurden in Deutschland Baugenehmigungen fĂŒr 169.400 Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden GebĂ€uden erteilt. Das waren 12,1 Prozent oder 18.300 Wohnungen mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
In neu zu errichtenden WohngebÀuden wurden 137.500 Wohnungen genehmigt. Das entsprach einem Anstieg von 12,7 Prozent oder 15.400 Neubauwohnungen.
MehrfamilienhĂ€user verzeichnen gröĂten Zuwachs
Die Zahl der Baugenehmigungen fĂŒr EinfamilienhĂ€user stieg um 7,8 Prozent oder 2.300 auf 31.500 Wohnungen. Bei ZweifamilienhĂ€usern nahm sie um 21,7 Prozent oder 1.800 auf 10.000 Wohnungen zu.
In MehrfamilienhĂ€usern, der zahlenmĂ€Ăig stĂ€rksten GebĂ€udeart, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden 90.600 Neubauwohnungen. Das waren 14,5 Prozent oder 11.500 Wohnungen mehr als von Januar bis August 2025.
Weniger Wohnungen in Wohnheimen
Die Zahl der genehmigten Wohnungen in Wohnheimen sank dagegen um 2,0 Prozent auf 5.300 Wohnungen. Das waren 100 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum.
In neuen NichtwohngebĂ€uden wurden von Januar bis August 2026 insgesamt 2.900 Wohnungen genehmigt, 5,9 Prozent oder 200 Wohnungen mehr. Dazu zĂ€hlen etwa Hausmeisterwohnungen in SchulgebĂ€uden oder Wohnungen ĂŒber GewerbeflĂ€chen in InnenstĂ€dten.
Umbauten ergÀnzen den Neubau
Als UmbaumaĂnahme in bestehenden Wohn- und NichtwohngebĂ€uden wurden im Zeitraum 29.100 Wohnungen genehmigt. Das waren 10,1 Prozent oder 2.700 Wohnungen mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2025.
Die Entwicklung der Baugenehmigungen signalisiert eine Belebung der Wohnungsbauplanung in Deutschland. Besonders relevant ist der Zuwachs bei MehrfamilienhÀusern: Auf diese GebÀudeart entfielen von Januar bis August 2026 insgesamt 90.600 genehmigte Wohnungen. Damit konzentriert sich der Anstieg auf Projekte, die grundsÀtzlich mehrere Haushalte an einem Standort versorgen können.
Die Genehmigungszahlen bilden allerdings nicht unmittelbar die Zahl der fertiggestellten Wohnungen ab. Zwischen Genehmigung, Baubeginn und Fertigstellung liegen hĂ€ufig lĂ€ngere ZeitrĂ€ume. Hinzu kommen Nachmeldungen der Baubehörden, die einzelne Monatswerte nachtrĂ€glich verĂ€ndern können. Auch die wirtschaftliche Umsetzung genehmigter Projekte hĂ€ngt unter anderem von Finanzierung, Baukosten, GrundstĂŒckspreisen und der Nachfrage ab.
Mehr Genehmigungen, aber noch kein fertiger Wohnraum
FĂŒr den angespannten Wohnungsmarkt bedeutet der Anstieg zunĂ€chst eine gröĂere Zahl baureifer Vorhaben. Die stĂ€rkere Zunahme bei Umbauten zeigt zudem, dass zusĂ€tzlicher Wohnraum nicht nur durch Neubau entstehen kann. Umgebaute GebĂ€ude können insbesondere in StĂ€dten eine Rolle spielen, wenn bestehende FlĂ€chen anders genutzt oder besser ausgeschöpft werden.
Die Entwicklung bleibt deshalb vor allem daran zu messen, wie viele der genehmigten Wohnungen tatsĂ€chlich gebaut und bezogen werden. FĂŒr Mieter und Wohnungssuchende entsteht kurzfristig noch kein entsprechendes zusĂ€tzliches Angebot; die Genehmigungszahlen markieren vielmehr einen vorgelagerten Schritt der Wohnungsproduktion.
