Baukindergeld gescheitert: CDU scheitert mit 15.000-Euro-Förderung
06.06.2026 - 04:23:09 | boerse-global.de
Der Antrag sah 15.000 Euro pro Kind für den erstmaligen Hauskauf oder Neubau vor – doch die anderen Fraktionen lehnten ab.
Breite Ablehnung im Parlament
In der rund zweistündigen Debatte am Freitag machten SPD und Linke klar: Sozialer Wohnungsbau hat Vorrang. Auch die Grünen stimmten dagegen und forderten stattdessen einfachere Standards im sozialen Wohnungsbau. Die AfD enthielt sich, sprach aber von einem reinen „Wahlkampfmanöver“ und verwies auf geschätzte Kosten von 150 bis 200 Millionen Euro.
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CDU-Fraktionschef Daniel Peters argumentierte, junge Familien könnten sich Eigenheime wegen hoher Zinsen und Baukosten kaum noch leisten. Die Förderung über zehn Jahre solle nicht nur die Bauwirtschaft stärken, sondern auch die private Altersvorsorge. „Familien brauchen konkrete Hilfe, keine Prüfaufträge“, so Peters.
Kernforderung für den Wahlkampf
Parallel zur Abstimmung zog die CDU die wohnungspolitische Linie für die Landtagswahl am 20. September. Auf einem Parteitag in Linstow beschloss sie ihr Programm – das Baukindergeld ist zentraler Bestandteil des über 120 Seiten starken Papiers.
Peters, Spitzenkandidat der CDU, machte die Förderung zur Koalitionsbedingung. Das Land stehe vor einer „historischen Weggabelung“. Weitere Forderungen: Handyverbot an Schulen bis Klasse 10, Social-Media-Sperre für unter 13-Jährige und Abschaffung des Gendersternchens in der Verwaltung.
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Schwierige Ausgangslage
Die Debatte fällt in eine Zeit schlechter Umfragewerte für die CDU. Laut Erhebungen vom Mai 2026 liegt die Partei bei rund 10 Prozent – drei Punkte weniger als im Januar. Bei der letzten Landtagswahl 2021 erreichte sie noch 13,3 Prozent.
Kritiker sehen im Baukindergeld ein taktisches Manöver, das vor allem Wohlhabenderen nützt. Die Regierung bleibt bei ihrem Kurs: Geld fließt vorrangig in Mietwohnungen und sozialen Wohnungsbau.
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