Bauwirtschaft: 13-Punkte-Plan senkt Planungsverfahren auf 2 Jahre
23.06.2026 - 22:50:52 | boerse-global.de
Juni einen Aktionsplan gegen die Krise in der Bauwirtschaft. Das Programm umfasst 13 MaĂnahmen, die Baukosten senken und BĂŒrokratie abbauen sollen. Ein Schwerpunkt liegt auf Digitalisierung und schnelleren Planungsverfahren.
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Planungsverfahren drastisch verkĂŒrzen
Die Dauer von Planungsverfahren soll von bisher bis zu 15 Jahren auf maximal zwei Jahre sinken. Ein digitaler Bauantrag ist bis 2028 flÀchendeckend geplant. ErgÀnzend setzt die Regierung verstÀrkt auf Building Information Modeling (BIM), um Prozesse effizienter zu gestalten.
Der sogenannte GebĂ€udetyp E soll gesetzlich verankert werden. Er erlaubt rechtssicheres Bauen ohne teure Komfortstandards â solange Sicherheit und Standfestigkeit nicht gefĂ€hrdet sind. Weitere Punkte: serielles Bauen, ein Bautempo-Bonus und ein neues Zentralprogramm ab 2027, ergĂ€nzt durch einen Deutschlandfonds.
Förderung verlĂ€ngert â Kritik bleibt
Die EH55-Plus-Förderung der KfW lĂ€uft nun bis zum 31. Dezember 2026. Rund 33.700 Wohneinheiten wurden darĂŒber bereits mit 3,2 Milliarden Euro Kreditvolumen gefördert. FĂŒr die Restlaufzeit stehen noch 343 Millionen Euro bereit. Pro Wohneinheit gibt es Kredite bis 100.000 Euro bei 1,0 Prozent effektivem Zinssatz.
Die Branche zeigt sich dennoch unzufrieden. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) kritisiert fehlende Finanzierungsimpulse fĂŒr 2026. Auch der Gesamtverband der Wohnungswirtschaft (GdW) fordert eine dauerhafte Verstetigung der Mittel ĂŒber das Jahresende hinaus.
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Baugesetzbuch und Arbeitszeitreform
Eine Novelle des Baugesetzbuchs (BauGB) soll dem Wohnungsbau Vorrang einrÀumen und Digitalisierung durch Standards wie XPlanung vorantreiben. Kritiker wie die Pro Bauherr GmbH bemÀngeln jedoch, dass zentrale Preistreiber wie Ineffizienzen und Artenschutzauflagen nicht vollstÀndig adressiert werden.
Parallel dazu steht das Arbeitszeitgesetz vor einer Reform. Ein Entwurf vom 18. Juni 2026 erlaubt tarifgebundenen Betrieben flexiblere wöchentliche Höchstarbeitszeiten. Der Bundesverband MittelstÀndische Bauwirtschaft (BVMB) fordert, diese FlexibilitÀt auch auf nicht tarifgebundene Unternehmen auszuweiten.
Förderung fĂŒr Klimaanlagen bleibt
Unternehmen können noch bis Jahresende ZuschĂŒsse fĂŒr energieeffiziente KĂ€lte- und Klimaanlagen beantragen. Die KĂ€lte-Klima-Richtlinie des BAFA gewĂ€hrt bis zu 200.000 Euro pro MaĂnahme â vorausgesetzt, es kommen nicht-halogene KĂ€ltemittel wie Propan oder CO2 zum Einsatz. Die Förderung deckt bis zur HĂ€lfte der förderfĂ€higen Kosten fĂŒr Neu- und Ersatzinstallationen.
