BEG-Reform, Heizungsförderung

BEG-Reform ab 21. Juli: Heizungsförderung wird sozial gestaffelt

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 00:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Die Bundesförderung fĂŒr effiziente GebĂ€ude wird sozial gestaffelt. Ab 21. Juli gelten neue Konditionen, der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt.

BEG-Reform: Neue Heizungsförderung mit sozialer Staffelung ab Juli
BEG-Reform - Eine moderne GebĂ€udefassade mit Solaranlagen und grĂŒnen Elementen, die finanzielle Anpassungen und Förderungen symbolisiert. 09.07.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Ab dem 21. Juli gelten teils reduzierte Konditionen – vorher gibt es einen zwölftĂ€gigen Antragsstopp.

Der Haushaltsausschuss stimmte am Mittwoch zu. Seit heute Morgen lĂ€uft die Umstellungsphase: Bis zum 20. Juli können keine neuen BestĂ€tigungen zum Antrag oder technischen Projektbeschreibungen mehr erstellt werden. Wer bereits eine gĂŒltige BestĂ€tigung hat, genießt Vertrauensschutz und darf seine AntrĂ€ge noch zu den alten, oft attraktiveren Konditionen einreichen.

Soziale Staffelung statt Gießkannenprinzip

Ein KernstĂŒck der Reform: Die Heizungsförderung wird sozial gestaffelt. Die Grundförderung fĂŒr den Austausch alter Heizungen bleibt bei 30 Prozent. Der Einkommensbonus wird nun in drei Stufen gewĂ€hrt:

  • Haushalte mit bis zu 30.000 Euro zu versteuerndem Einkommen: 40 Prozent Bonus
  • Bis 40.000 Euro: 30 Prozent Zuschlag
  • Bis 50.000 Euro: noch 10 Prozent

Neu ist ein Familienzuschlag: Pro minderjĂ€hrigem Kind steigen die Einkommensgrenzen um 10.000 Euro. Der maximale Fördersatz fĂŒr Geringverdiener kann so auf bis zu 80 Prozent klettern.

Doch es gibt auch KĂŒrzungen. Die förderfĂ€higen Kosten fĂŒr die erste Wohneinheit sinken von 30.000 auf 28.000 Euro. Ab Februar 2027 kommt alle sechs Monate eine weitere Degression um 750 Euro hinzu.

Klimageschwindigkeitsbonus schrumpft

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Auch der Klimageschwindigkeitsbonus wird angepasst. Er startet am 21. Juli bei 16 Prozent und wird ab Februar 2027 alle sechs Monate um vier Prozentpunkte reduziert. Der bisherige Effizienzbonus und der Emissionsminderungszuschlag fallen komplett weg.

Die Reform ist Teil des neuen GebĂ€udemodernisierungsgesetzes. Ziel: den Klima- und Transformationsfonds (KTF) zwischen 2027 und 2030 um 2,1 Milliarden Euro entlasten. Ab Ende September soll die Antragstellung fĂŒr alle neuen Fördermodule wieder vollstĂ€ndig möglich sein.

Sanierung wird teurer – serielles Bauen profitiert

Nicht nur Heizungen sind betroffen. Die TilgungszuschĂŒsse fĂŒr Komplettsanierungen werden um zehn Prozentpunkte gekĂŒrzt. Der Bonus fĂŒr das Erreichen einer EffizienzgebĂ€ude-Klasse entfĂ€llt. Einzige Ausnahme: Der Bonus fĂŒr serielles Sanieren wird ausgeweitet, um industrielle Fertigungsmethoden zu stĂ€rken.

Ab dem ersten Quartal 2027 plant die Regierung zudem einen Wertschöpfungsbonus von 15 Prozent fĂŒr WĂ€rmepumpen aus EU-Produktion.

Heizungsgesetz wird entschÀrft

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Ab 21. Juli sinken die förderfĂ€higen Kosten – und ab 2027 kommt die Degression. Wer jetzt handelt, sichert sich bis zu 80 % Förderung fĂŒr den Heizungstausch. Der Leitfaden liefert die konkrete Checkliste und das Berechnungstool. Heizungsförderung jetzt sichern

Flankiert werden die FörderĂ€nderungen von einer Reform des Heizungsgesetzes. Die Pflicht, neue Heizungen mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien zu betreiben, soll entfallen. Stattdessen bleiben neue Gas- und Ölheizungen erlaubt – sofern sie ab 2029 einen steigenden Anteil an Biogas oder anderen alternativen Brennstoffen nutzen. Bis 2045 muss die Umstellung auf klimaneutrale Brennstoffe abgeschlossen sein.

Branchenvertreter sprechen von einer Belastungsgrenze fĂŒr den Markt, betonen aber, dass die Grundsystematik erhalten bleibe. Politiker der GrĂŒnen warnen vor einem Vertrauensbruch gegenĂŒber sanierungswilligen BĂŒrgern. Die Opposition hat bereits rechtliche Schritte gegen das Eilverfahren angekĂŒndigt.

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