Kreml, Gipfel

Kreml: Beim Gipfel keine gemeinsame ErklÀrung geplant

14.08.2025 - 17:41:09

Bei dem Gipfel von Kremlchef Wladimir Putin mit US-PrÀsident Donald Trump ist nach offiziellen Angaben aus Moskau keine gemeinsame ErklÀrung geplant.

"Nein, es ist nichts zu erwarten, es wurde nichts vorbereitet, und es ist unwahrscheinlich, dass es irgendein Dokument geben wird", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge vor dem Treffen.

"Angesichts der Tatsache, dass es eine gemeinsame Pressekonferenz geben wird, wird der PrĂ€sident natĂŒrlich den Kreis der Vereinbarungen und Absprachen umreißen, die erreicht werden können", sagte Peskow vor dem Gipfel an diesem Freitag im US-Bundesstaat Alaska.

Er wĂ€re aus seiner Sicht ein Fehler, jetzt schon zu versuchen, die Ergebnisse des Treffens vorwegzunehmen. Der Gipfel sei in kĂŒrzester Zeit vorbereitet worden. Trump habe eine Ă€ußerst ungewöhnliche Herangehensweise an die schwierigsten Fragen - und dafĂŒr gebe es in Moskau und bei Kremlchef Putin persönlich hohe WertschĂ€tzung, sagte Peskow dem russischen Staatsfernsehen.

Die Sichtweise der Ukraine solle dann "bei folgenden Etappen" berĂŒcksichtigt werden, sagte Peskow. "GegenwĂ€rtig geht es um ein russisch-amerikanisches Treffen auf höchster Ebene", sagte er. Zuvor hatte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow gesagt, dass vor allem um eine friedliche Lösung im Ukraine-Konflikt gehe bei dem Gipfel, aber auch um Fragen des bilateralen VerhĂ€ltnisses.

Treffen auf Luftwaffenbasis

Das Treffen auf einer Luftwaffenbasis nahe der Stadt Anchorage ist das erste, seit Russland 2022 seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen hat. Trump hofft, ein Ende des Kriegs zu erreichen, wobei Putin bislang kein Einlenken erkennen lÀsst.

In der NĂ€he der MilitĂ€rbasis, wo der Gipfel lĂ€uft, sind auf einem Gedenkfriedhof neun sowjetische Piloten, zwei Soldaten und zwei Zivilisten begraben, die zwischen 1942 und 1945 beim Transport von Flugzeugen aus den USA in die Sowjetunion im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes ums Leben kamen. "Das Treffen findet also in der NĂ€he eines historisch bedeutsamen Ortes statt, der an die KampfbrĂŒderschaft der Völker unserer LĂ€nder erinnert", sagte Uschakow. "Dies ist besonders symboltrĂ€chtig im Jahr des 80. Jahrestags des Sieges ĂŒber Nazi-Deutschland und das militaristische Japan."

@ dpa.de