Zahl, Baugenehmigungen

Zahl der Baugenehmigungen sinkt auch im Oktober krÀftig

18.12.2024 - 08:45:32

Bei den Baugenehmigungen nimmt der AbwÀrtstrend kein Ende. Auch zum Auftakt ins vierte Quartal fallen die Zahlen deutlich. Vor allem eine beliebte GebÀudeart ist betroffen.

Die Talfahrt bei den Baugenehmigungen in Deutschland setzt sich ungebremst fort. Im Oktober wurde der Bau von 18.800 Wohnungen bewilligt, 18 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Von Januar bis Oktober wurden damit in Summe 175.800 Wohnungen genehmigt - fast ein FĂŒnftel (19,5 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Jahresziel der Bundesregierung von 400.000 neuen Wohnungen rĂŒckt damit in weite Ferne.

In den Zahlen des Statistischen Bundesamts sind sowohl die Baugenehmigungen fĂŒr Wohnungen in neuen GebĂ€uden als auch Umbauten enthalten. Die Bewilligungen sind mit Blick auf den Wohnungsmangel in StĂ€dten ein wichtiger Indikator: Was nicht genehmigt wird, wird spĂ€ter auch nicht gebaut. Der Wohnungsbau steckt nach einem Zinsanstieg und angesichts hoher Baukosten in der Krise.

Starker RĂŒckgang bei EinfamilienhĂ€usern

Besonders stark ging im Oktober die Zahl der Baugenehmigungen fĂŒr EinfamilienhĂ€user zurĂŒck - um knapp ein Viertel (23,6 Prozent) auf 31.800. Bei ZweifamilienhĂ€usern sank die Zahl genehmigter Wohnungen um 13,6 Prozent auf 10.700. Auch bei der zahlenmĂ€ĂŸig stĂ€rksten GebĂ€udeart, den MehrfamilienhĂ€usern, fiel die Zahl der bewilligten Wohnungen deutlich um gut 22 Prozent auf 92.000.

Der Bauindustrieverband HDB sprach von einer enttĂ€uschenden Zwischenbilanz zum Jahresende. «Nach vielen Monaten mit hohen zweistelligen RĂŒckgĂ€ngen liegen wir daher nun auf dem Niveau von 2012», sagte HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Tim-Oliver MĂŒller. Auf der Agenda der nĂ€chsten Bundesregierung mĂŒsse die Förderung bezahlbaren Wohnungsbaus stehen, der Abbau von BĂŒrokratie und die Begrenzung staatlich verordneter GebĂ€udeanforderungen.

@ dpa.de