Auftragsvergabe fĂŒr Bezahlkarte verzögert sich weiter
29.08.2024 - 13:03:12 | dpa.deDas europaweite Vergabeverfahren könne vorerst nicht abgeschlossen werden, teilte das zustĂ€ndige Unternehmen Dataport in Hamburg mit. Die EinfĂŒhrung der Bezahlkarte verzögere sich aufgrund einer Beschwerde, die ein im Vergabeverfahren unterlegener Bieter vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe eingereicht habe.
"Damit kann der Zuschlag nicht mehr Ende August erteilt werden", teilte Dataport weiter mit. Zuvor hatte die zustĂ€ndige Vergabekammer den Angaben zufolge alle NachprĂŒfungsantrĂ€ge der unterlegenen Bieter zurĂŒckgewiesen. Da es sich um ein laufendes Verfahren handele, könnten keine Einzelheiten zum Inhalt der Beschwerde genannt werden.
Dataport war mit dem Ausschreibungsverfahren fĂŒr das geplante lĂ€nderĂŒbergreifende bargeldlose Bezahlsystem fĂŒr FlĂŒchtlinge beauftragt worden. 14 von 16 BundeslĂ€ndern hatten sich Ende Januar darauf verstĂ€ndigt. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern gehen eigene Wege. Die Karte soll unter anderem Geldzahlungen an Schleuser oder Familien in den HeimatlĂ€ndern verhindern, Kommunen bei der Verwaltung entlasten und den Anreiz fĂŒr irregulĂ€re Migration senken.
Deutscher StÀdte- und Gemeindebund mahnt schnelle Lösung an
Der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Deutschen StĂ€dte- und Gemeindebundes (DStGB), AndrĂ© Berghegger, bezeichnete die erneute Verzögerung als "sehr bedauerlich" und mahnt eine schnelle Lösung an. Verzögerungen im aktuell laufenden Vergabeverfahren seien aufgrund der KomplexitĂ€t und des Auftragsvolumens nicht auszuschlieĂen gewesen, sagte er der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" (NOZ). "Allerdings sind diese Verzögerungen sehr bedauerlich, denn wir diskutieren ja bereits seit vielen Monaten ĂŒber die EinfĂŒhrung der Bezahlkarten." Aus Sicht der Kommunen sei die rasche EinfĂŒhrung wichtig, denn sie könne den Verwaltungsaufwand fĂŒr die Sozialbehörden "deutlich verringern".
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