Bafin verhĂ€ngt BuĂgeld in Millionenhöhe gegen Commerzbank
22.04.2024 - 10:53:17Die Commerzbank muss wegen MĂ€ngeln bei der GeldwĂ€scheprĂ€vention BuĂgelder in Millionenhöhe zahlen. Die Finanzaufsicht Bafin verhĂ€ngte GeldbuĂen in Höhe von insgesamt 1,45 Millionen Euro. Die Commerzbank AG und die 2020 vollstĂ€ndig ĂŒbernommene Online-Tochter Comdirect Bank hĂ€tten ihre Aufsichtspflichten verletzt, teilte die Bundesanstalt fĂŒr Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) mit.
«In Folge der nicht ausreichenden Ăberwachung haben Mitarbeitende gegen geldwĂ€scherechtliche Pflichten verstoĂen, indem sie Kundendaten nicht fristgerecht oder ausreichend aktualisiert und unzureichende interne SicherungsmaĂnahmen getroffen haben.» DarĂŒber hinaus seien aufgrund der Aufsichtspflichtverletzung in drei FĂ€llen die verstĂ€rkten Sorgfaltspflichten unzureichend angewendet worden.
Nach Angaben einer Commerzbank-Sprecherin wurde die notwendige Anpassung von Prozessen und die Aktualisierung der Daten bereits im Jahr 2022 vollstÀndig abgeschlossen. Hintergrund ist die Integration der Online-Tochter Comdirect Bank in den Konzern.
Dabei seien Vorgaben zur LegitimationsprĂŒfung von Neukunden sowie Prozesse und Kontrollen zur Aktualisierung von Kundendaten in der Comdirect ĂŒberprĂŒft worden. Daraus hĂ€tten sich Nachbearbeitungen ergeben. «Die Bank war stetig in engem Austausch mit der zustĂ€ndigen Aufsichtsbehörde», sagte die Sprecherin. Den Auflagen der Bafin sei die Commerzbank selbstverstĂ€ndlich nachgekommen.
Der BuĂgeldbescheid ist der Bafin zufolge seit dem 28. MĂ€rz rechtskrĂ€ftig.


