ROUNDUP, Tote

Tote bei Luftangriff auf ehemalige Schule in Gaza

24.04.2025 - 06:34:59

Bei einem israelischen Luftangriff auf ein ehemaliges SchulgebÀude in Gaza-Stadt sind palÀstinensischen Angaben zufolge 13 Menschen ums Leben gekommen.

In dem GebÀude seien Vertriebene untergebracht gewesen, teilte der von der Hamas kontrollierte Zivilschutz mit. Nach Angaben der israelischen StreitkrÀfte zielt der Angriff hingegen auf ein Kommandozentrum der Hamas und des PalÀstinensischen Islamischen Dschihads (PIJ), das sich in dem ehemaligen SchulgebÀude befunden haben soll.

Zum Zeitpunkt des Angriffs hĂ€tten sich dort Mitglieder der Terrororganisationen versammelt, teilte das MilitĂ€r mit. Sie hĂ€tten AnschlĂ€ge auf israelische Zivilisten geplant. Die Hamas missbrauche die palĂ€stinensische Zivilbevölkerung als menschliche Schutzschilde, hieß es in einer Mitteilung weiter. Vor dem Angriff habe die Armee zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Zivilbevölkerung zu schonen.

Medien: Mindestens 45 Menschen im Gazastreifen getötet

In palĂ€stinensischen Medien verbreitete Aufnahmen sollen Feuer und massive SchĂ€den nach dem Angriff in dem GebĂ€ude sowie auch zerstörte Zelte zeigen. UnbestĂ€tigten Berichten zufolge sollen Menschen verbrannt sein. Die Angaben beider Seiten ließen sich zunĂ€chst nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.

Insgesamt seien am Mittwoch bei israelischen Angriffen im Gazastreifen mindestens 45 Menschen getötet und ĂŒber 100 verletzt worden, berichtete der arabische Fernsehsender Al-Dschasira. Eine Rakete habe die Intensivstation der Durra-Kinderklinik in Gaza-Stadt beschĂ€digt und die fĂŒr die Stromversorgung notwendige Solaranlage zerstört, hieß es unter Berufung auf das von der Hamas kontrollierte Gesundheitsministerium.

ZwölfjÀhriger bei MilitÀreinsatz nahe Dschenin getötet

Bei einem israelischen Armeeeinsatz im Norden des Westjordanlands wurde nach Angaben des palĂ€stinensischen Gesundheitsministeriums ein ZwölfjĂ€hriger getötet. Israelische EinsatzkrĂ€fte hĂ€tten ihm in den Oberschenkel und in den Bauch geschossen, teilte die Behörde in Ramallah mit. Israels Armee erklĂ€rte auf Anfrage, der Junge habe einen Sprengsatz auf Soldaten gefeuert, die im Ort Jamun nahe der Stadt Dschenin im Einsatz gewesen seien. "Die Soldaten eröffneten daraufhin das Feuer und eliminierten den Terroristen." Die Angaben ließen sich zunĂ€chst nicht unabhĂ€ngig verifizieren.

PalĂ€stinensischen Medienberichten zufolge steckten israelische Siedler im Dorf Bardala im Westjordanland ein Haus und ein angrenzendes Feld in Brand. Kranken- und Feuerwehrwagen seien von israelischen SicherheitskrĂ€ften nicht durchgelassen worden, hieß es unter Berufung auf die Dorfbewohner.

Rubio: Krieg gegen Iran könnte grĂ¶ĂŸeren Konflikt auslösen

Derweil warnte US-Außenminister Marco Rubio die Amerikaner, dass ein Krieg mit dem Iran "viel schmutziger" und komplexer sein könnte als vergangene Konflikte. Jede MilitĂ€raktion im Nahen Osten, ob sie von den USA oder von jemand anderem gegen den Iran ausgefĂŒhrt werde, könnte einen viel grĂ¶ĂŸeren Konflikt auslösen, warnte Rubio in einem TV-Interview der "Free Press". Es gehe hier nicht um ein paar DrohnenabschĂŒsse, sagte der Minister.

Der Iran habe in den vergangenen Jahren Milliarden von Dollar fĂŒr die Entwicklung seines MilitĂ€rs ausgegeben, sagte Rubio. Die USA seien in der Lage, den Iran zu besiegen. "Aber ich denke, es ist wichtig zu verstehen, dass es viel komplexer ist, als es noch vor zehn oder fĂŒnf Jahren der Fall gewesen wĂ€re." Rubio betonte: "Genau deshalb hoffen wir, dies zu vermeiden." Und deshalb setze sich PrĂ€sident Donald Trump so sehr fĂŒr eine friedliche Lösung ein. Obwohl er den Iran daran hindern wolle, Atomwaffen zu bekommen, wĂŒrde er den Frieden vorziehen, sagte Rubio laut dem Interview-Transkript des Außenministeriums.

@ dpa.de