Metall-BetriebsrÀte: Firmen investieren zu wenig im Inland
27.03.2024 - 15:25:14Nach EinschĂ€tzung der Arbeitnehmer stecke rund die HĂ€lfte der Unternehmen zu wenig Geld in die heimischen Standorte, wie die Gewerkschaft am Mittwoch in Frankfurt berichtete. Jedes fĂŒnfte Unternehmen investiere sogar "deutlich zu wenig". An der Umfrage haben sich den Angaben zufolge die BetriebsrĂ€te aus knapp 2600 Firmen aus dem Organisationsbereich der IG Metall beteiligt, die rund 1,48 Millionen BeschĂ€ftigte reprĂ€sentierten.
Gleichzeitig steige das Risiko von Produktionsverlagerungen. Hier berichteten 31 Prozent der BetriebsrĂ€te von einem hohen oder eher hohen Risiko. Das waren vier Prozentpunkte mehr als bei der vorhergegangenen Befragung aus dem Herbst 2023. Im Fahrzeugbau fĂŒrchteten sogar 59 Prozent Verlagerungen. Von sĂ€mtlichen Betrieben hatte nach EinschĂ€tzung der BetriebsrĂ€te nur knapp jedes zweite (48 Prozent) eine hinreichende Strategie, um die anstehenden VerĂ€nderungen anzugehen.
IG-Metall-Chefin Christiane Benner verlangte Investitionen im Inland. "Einige Unternehmen stehen sehr robust da, teilweise mit Rekord-Dividenden. Investieren im Inland muss das Gebot der Stunde lauten. Die BeschÀftigten brauchen Sicherheit und Perspektiven", sagte sie laut einer Mitteilung.

