100 Tote und 400 Verletzte bei Israels Angriffen
23.09.2024 - 13:44:11Unter den Opfern seien auch Kinder und SanitĂ€ter. Es ist die höchste Zahl an Toten und Verletzten im SĂŒdlibanon seit Beginn der kriegsĂ€hnlichen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hisbollah vor bald einem Jahr. ZunĂ€chst war von mindestens 50 Toten und mehr als 300 Verletzten die Rede gewesen.
Israels Armee hatte die Angriffe im Nachbarland in den vergangenen Tagen bereits ausgeweitet. Auch dabei gab es Tote und Verletzte. Die Armee ist Fragen, ob auch eine Bodenoffensive des MilitĂ€rs möglich sei, bisher ausgewichen. Bei einem Einmarsch israelischer Truppen im Libanon wĂ€re eine noch gröĂere Beteiligung verbĂŒndeter Milizen der Hisbollah in der Region oder des Irans nicht ausgeschlossen. Allein am Montag meldete das israelische MilitĂ€r mehr als 300 Angriffe auf Hisbollah-Ziele.
Die Hisbollah und Israel liefern sich seit bald einem Jahr fast tĂ€glichen Beschuss. Dabei wurden mehr als 500 Hisbollah-KĂ€mpfer, zwei Dutzend Zivilisten im Libanon sowie 48 Soldaten und Zivilisten in Israel getötet. Zudem mussten 150.000 Menschen auf beiden Seiten der Grenze ihre Wohnorte verlassen. Die kriegsĂ€hnlichen Auseinandersetzung hat sich nach der Explosion Tausender KommunikationsgerĂ€te im Libanon sowie einem israelischen Angriff auf die Hisbollah-FĂŒhrung nahe Beirut mit mehr als 50 Toten, darunter auch Zivilisten, in der vergangenen Woche noch einmal verstĂ€rkt.
Die Hisbollah ist heute deutlich stÀrker bewaffnet als im Krieg vor 20 Jahren
Israel und die Hisbollah haben bereits 1982 und 2006 Krieg gegeneinander gefĂŒhrt. Die vom Iran unterstĂŒtzte Miliz ist heute deutlich stĂ€rker bewaffnet als wĂ€hrend des Kriegs vor fast 20 Jahren. Sie handelt nach eigener Darstellung aus SolidaritĂ€t mit der islamistischen Hamas, die im Gazastreifen gegen Israel kĂ€mpft. Hisbollah und Hamas werden vom Iran unterstĂŒtzt.
Israels Armee hat die Zahl seiner Angriffe in Gaza zuletzt verringert und konzentriert sich zunehmend auf die Hisbollah. Israel will erreichen, dass sich die Miliz wieder hinter den 30 Kilometer von der Grenze entfernten Litani-Fluss zurĂŒckzieht - so wie es die UN-Resolution 1701 vorsieht, die das Kriegsende 2006 markierte. Der Resolution zufolge darf die Hisbollah entlang der Grenze gar nicht prĂ€sent sein. Dies wird aber weder von der UN-Beobachtermission noch von der libanesischen Armee durchgesetzt. Israel hat die RĂŒckkehr seiner Anwohner in ihre Wohnorte im Norden zu einem der Ziele im Gaza-Krieg erklĂ€rt.
Die Hisbollah ist nach mehreren Angriffen geschwÀcht und hat zuletzt die schwersten SchlÀge seit Jahrzehnten erlitten. Insgesamt habe die Hisbollah binnen knapp eines Jahres mehr als 8800 Raketen und Drohnen auf israelisches Gebiet gefeuert, erklÀrte das israelische MilitÀr. Vor Beginn der Hisbollah-Angriffe am 8. Oktober 2023 lagen die SchÀtzungen des Hisbollah-Arsenals bei 150.000 Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern.

