Initiative, Bezahlen

Initiative will digitales Bezahlen voranbringen

26.03.2025 - 06:00:43

Beim Einkaufen werden digitale Bezahlverfahren immer beliebter. Nicht alle HÀndler hierzulande bieten aber bereits solche Möglichkeiten. Eine Initiative will das angehen.

Kontaktlos und digital bezahlen per Karte, Smartphone oder Smartwatch - das ist bei Kunden zunehmend gefragt, aber noch nicht ĂŒberall in Deutschland möglich. Die neue Initiative «Deutschland zahlt digital» mehrerer Zahlungsdienstleister will solche Bezahlmodelle fördern und ihre Akzeptanz weiter voranbringen. 

Als Partner haben sich darin bisher Commerz Globalpay, Deutsche Bank, Flatpay, Mastercard, SumUp, Unzer, Visa und VR Payment zusammengeschlossen, die Initiative ist aber fĂŒr weitere Mitstreiter offen.

Mit ihrer UnterstĂŒtzung können kleine HĂ€ndler und Unternehmen ein Jahr lang ausprobieren, wie ihre Kunden digitale Bezahlmöglichkeiten nutzen. WĂ€hrend dieses Zeitraums ĂŒbernehmen die Partner der Initiative die Kosten fĂŒr Zahlungsterminal und Installation sowie die darĂŒber getĂ€tigten Transaktionen. 

Ähnliche Initiativen im europĂ€ischen Ausland als Vorbild 

Voraussetzung fĂŒr eine Teilnahme sei, dass die Unternehmen innerhalb der vorangegangenen zwölf Monate keine bargeldlosen Bezahlmethoden angeboten haben, erlĂ€uterte die Initiative. Die Kosten wĂŒrden zudem fĂŒr zwölf Monate fĂŒr solche Unternehmen ĂŒbernommen, die bis zu 50.000 Euro Umsatz ĂŒber digitale Zahlungen erwirtschaften. Weitere Voraussetzung ist, dass die HĂ€ndler bis maximal fĂŒnf Verkaufsstellen pro Marke haben. Automaten oder Selbstbedienungsterminals werden nicht berĂŒcksichtigt.  

Mit der Idee orientieren sich die Partner an Àhnlichen Initiativen in anderen europÀischen LÀndern. So sei die Zahl der Bezahlterminals pro 1.000 Einwohner in Polen innerhalb weniger Jahre deutlich auf inzwischen 36 gestiegen - in Deutschland gebe es nur halb so viele Terminals pro 1.000 Einwohner.  

«Ohne den Ausbau digitaler Bezahllösungen am Point of Sale gibt es in Deutschland keine echte Wahlfreiheit fĂŒr Verbraucher», sagte Payment-Experte Marcus Mosen. Die Initiative werde auch dazu beitragen, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stĂ€rken.

Verschiedene Wege fĂŒr bargeldloses Zahlen

Kontaktloses Bezahlen ist beispielsweise mit Girocards und Kreditkarten möglich, die einen sogenannten NFC-Chip besitzen. Außerdem kann mit einem Smartphone oder einer Smartwatch mit Diensten wie Apple Pay und Google Pay kontaktlos Geld ĂŒbertragen werden. 

Die Daten zur Abwicklung der Bezahlung werden verschlĂŒsselt mit dem Terminal an der Kasse ausgetauscht, wenn Kunden Karte beziehungsweise Smartphone oder Smartwatch nah an das GerĂ€t halten. Bei geringen BetrĂ€gen ist nicht einmal die Eingabe der Geheimnummer (PIN) nötig.

@ dpa.de