Belgische, Sozialwahlen

Belgische Sozialwahlen: Urnengang findet vom 15. bis 28. Mai 2028 statt

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 00:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Nationale Arbeitsrat bestimmt den Wahlzeitraum und schlägt Änderungen am Verfahren vor; ein Gesetzentwurf soll folgen.
Helle, minimalistische Industriehalle mit Betonboden und großen Fenstern als Symbol für betriebliche Mitbestimmung. Illustration mit AI erstellt.

Der Nationale Arbeitsrat (CNT) in Belgien hat die Weichen für die kommenden Sozialwahlen gestellt. Am 27. Oktober 2026 legte das Gremium in seiner Stellungnahme Nr. 2.502 den offiziellen Zeitraum für den Urnengang auf den 15. bis 28. Mai 2028 fest. Die Wahlen zur betrieblichen Mitbestimmung finden im Land turnusgemäß alle vier Jahre statt.

Gesetzliche Umsetzung und Verfahrensreformen

Neben der Terminierung enthält die am 27. Oktober 2026 verabschiedete Stellungnahme Nr. 2.502 auch Vorschläge zur Optimierung des gesamten Wahlverfahrens. Auf Anweisung des zuständigen Arbeitsministers soll die Ausarbeitung des Nationalen Arbeitsrats zeitnah in einen offiziellen Gesetzentwurf überführt werden, um rechtliche Klarheit für die beteiligten Betriebe und Organisationen zu schaffen.

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Die Sozialwahlen sind für die Arbeitnehmervertretung im belgischen Wirtschaftsleben von zentraler Bedeutung. Im Rahmen des Urnengangs stimmen die Beschäftigten über die Zusammensetzung der Betriebsräte (CE) sowie der Ausschüsse für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (CPPT) ab.

Schwellenwerte und Dimension der Wahlen

Die gesetzlichen Vorgaben knüpfen die Einrichtung dieser betrieblichen Gremien an feste Mitarbeiterzahlen. Ein Ausschuss für Sicherheit und Gesundheitsschutz (CPPT) muss in Unternehmen eingerichtet werden, die eine durchschnittliche Belegschaft von mindestens 50 Arbeitnehmern aufweisen.

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Für die Einführung eines Betriebsrats (CE) gilt die Schwelle von 100 Beschäftigten, während für die Erneuerung eines bereits bestehenden Betriebsrats ein Wert ab 50 Arbeitnehmern maßgeblich ist.

Welche organisatorische Dimension der Urnengang für die Unternehmenslandschaft hat, verdeutlicht der Rückblick auf die vorangegangene Abstimmung: Bei der letzten Wahl im Jahr 2024 nahmen fast 7.000 Unternehmen teil, wobei landesweit rund 11.000 Gremien erneuert wurden. Die nun veröffentlichte Stellungnahme des CNT bietet den Arbeitgebern und Gewerkschaften den zeitlichen Rahmen, um sich auf das mehrstufige Wahlverfahren im Mai 2028 vorzubereiten.

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