Benzinpreis, Dieselpreis

Benzinpreis sinkt auf 2,267 Euro, Diesel bleibt bei 2,428 Euro

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 11:59 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Super E10 wird im bundesweiten Wochenschnitt günstiger, während Diesel nahezu unverändert bleibt. Der ADAC sieht trotz des deutlich gesunkenen Brent-Preises weiterhin Erklärungsbedarf bei Raffinerien und Großhandel.

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Tankstelle am 18.09.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Der Preis für Super E10 ist im Wochenvergleich leicht gesunken, während Diesel nahezu stabil blieb. Nach aktuellen ADAC-Zahlen kostete ein Liter E10 bundesweit durchschnittlich 2,267 Euro, Diesel lag bei 2,428 Euro.

E10 günstiger, Diesel leicht teurer

Der E10-Preis ging damit um 3,3 Cent je Liter gegenüber der Vorwoche zurück. Diesel verteuerte sich dagegen leicht um 0,6 Cent.

Beim Rohöl gab es im selben Zeitraum eine deutlichere Bewegung: Ein Barrel der Nordseesorte Brent notierte am Dienstag zum Handelsschluss unter 100 US-Dollar und damit mehr als zehn US-Dollar niedriger als eine Woche zuvor.

ADAC sieht Preisrückgang nicht vollständig weitergegeben

Nach Einschätzung des Automobilclubs ist das Niveau der Spritpreise vor diesem Hintergrund weiterhin zu hoch. Der Rückgang des Ölpreises spiegele sich bislang nur teilweise an den Zapfsäulen wider.

Insbesondere auf Raffinerie- und Großhandelsebene bestehe weiterhin Erklärungsbedarf. Die Entwicklung betrifft Millionen Autofahrer und wirkt sich zudem auf Transport- und Lieferkosten aus.

Die aktuellen Durchschnittswerte zeigen eine leichte Entspannung bei Super E10, während Diesel trotz des Rückgangs beim Rohöl nahezu unverändert teuer bleibt. Für Autofahrer bedeutet das: Der wichtigste Preisimpuls kommt derzeit zwar vom internationalen Ölmarkt, erreicht die Tankstellen aber nicht vollständig.

Beim Kraftstoffpreis wirken mehrere Ebenen zusammen. Neben dem Rohöl zählen Raffineriekosten, Großhandelsmargen, Logistik, Steuern und die Mehrwertsteuer. Veränderungen beim Brent-Preis schlagen deshalb nicht unmittelbar und nicht im gleichen Umfang auf den Literpreis durch. Besonders beim Diesel können zudem Nachfrage, Produktverfügbarkeit und Raffineriemargen die Entwicklung beeinflussen.

Steuerentlastung ab Oktober

Zusätzliche Bedeutung erhält die Preisentwicklung durch die geplante befristete Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel ab dem 1. Oktober. Einschließlich des Mehrwertsteuereffekts soll die Entlastung bis zu 17 Cent je Liter betragen und bis Jahresende gelten.

Wie stark diese Entlastung bei den Verbrauchern ankommt, hängt auch davon ab, wie sich Rohölnotierungen, Raffineriemargen und der Wettbewerb zwischen Tankstellen entwickeln. Für Haushalte mit langen Pendelstrecken und für das Transportgewerbe bleiben die hohen Dieselpreise besonders relevant, weil sie unmittelbar die laufenden Mobilitäts- und Lieferkosten erhöhen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „Super E10 kostet 2279 Euro, Diesel 2446 Euro je Liter“ (21.09.2026)

Der Beitrag beschreibt anhand von ADAC-Daten den Rückgang der Kraftstoffpreise nach den zuvor erreichten Höchstständen. Der Schwerpunkt liegt auf der kurzfristigen Preisbewegung an den Zapfsäulen und ergänzt damit die aktuelle Meldung um den Verlauf der vergangenen Tage.

FOCUS online: „Goldman Sachs erwartet stärker steigende Benzinpreise in Europa“ (22.09.2026)

Der Artikel ordnet die hohen deutschen Preise in den europäischen Kraftstoffmarkt ein und thematisiert Risiken auf der Angebotsseite. Damit setzt er einen anderen Akzent als die aktuelle Meldung, die den fallenden Brent-Preis und die verzögerte Weitergabe an den Tankstellen hervorhebt.

Beide Beiträge bestätigen das hohe Preisniveau und die zuletzt einsetzende Bewegung nach unten. Offen bleibt, wie schnell sich der niedrigere Ölpreis in den Endkundenpreisen niederschlägt und welchen Einfluss die angekündigte Steuerentlastung auf die tatsächlichen Tankstellenpreise hat.

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