Berentzen spricht über Kauf durch US-Konzern
Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 05:05 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der Spirituosen- und Getränkehersteller Berentzen spricht mit dem US-Konzern Sazerac über ein mögliches öffentliches Übernahmeangebot.
Gespräche mit US-Konzern
Das Unternehmen aus Haselünne bestätigte damit einen Bericht des Finanzdienstes Bloomberg. Berentzen ist unter anderem für Apfelkorn, Puschkin Vodka, Doornkaat und Bommerlunder bekannt, produziert aber auch alkoholfreie Getränke wie Mio Mio und in Lizenz Sinalco.
Finanziell unter Druck
Zuletzt hatte Berentzen mit einer schwachen Nachfrage nach Alkohol zu kämpfen. Nach dem ersten Halbjahr senkte der Konzern seine Jahresziele; der Umsatz schrumpfte und der Betriebsgewinn brach deutlich ein.
Großer Käufer, kleiner Zielwert
Für Sazerac wäre ein solcher Zukauf wohl gut zu stemmen. Der Konzern gehört mit Marken wie Southern Comfort und Buffalo Trace zu den großen Namen der Branche und hatte zuletzt bereits andere Transaktionen im Spirituosenmarkt geprüft oder umgesetzt.
Marktdruck im Spirituosenhandel
Berentzen steht mit den Gesprächen über ein mögliches Übernahmeangebot durch Sazerac im Fokus eines Branchenumbruchs, der weit über Haselünne hinausreicht. Der Markt für Spirituosen ist seit Längerem von schwächerer Nachfrage, verändertem Konsumverhalten und steigendem Wettbewerbsdruck geprägt.
Ein kleiner Konzern mit bekannten Marken
Für Berentzen ist die Lage besonders sensibel, weil der Konzern mit Marken wie Berentzen Apfelkorn, Puschkin Vodka, Doornkaat und Bommerlunder zugleich im klassischen Alkoholgeschäft und bei alkoholfreien Getränken aktiv ist. Ein möglicher Eigentümerwechsel könnte deshalb nicht nur die Strategie, sondern auch die Positionierung des gesamten Portfolios beeinflussen.
Was ein Deal bedeuten könnte
Sazerac zählt zu den großen US-Spirituosenunternehmen und verfügt über die finanzielle Kraft, auch kleinere Akquisitionen zügig umzusetzen. Für Leser ist die Nachricht vor allem deshalb relevant, weil sie zeigt, dass deutsche Nischenmarken für internationale Konzerne interessant bleiben, selbst wenn der Börsenwert des Unternehmens vergleichsweise niedrig ist und das operative Geschäft zuletzt unter Druck stand.
