Starke Allianz von 33 VerbÀnden wendet sich an Politik / WettbewerbsfÀhigkeit der Agrar- und ErnÀhungswirtschaft darf sich nicht weiter verschlechtern
12.01.2024 - 13:45:39Im Vorfeld der GroĂdemonstration am Montag (15.01.) in Berlin wenden sich die VerbĂ€nde mit einem gemeinsamen Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden von Union, FDP, GrĂŒne und SPD, deren Haushaltspolitiker sowie die Mitglieder des Landwirtschafts- und Umweltausschusses. Darin machen sie deutlich: Eine Steuererhöhung in der GröĂenordnung von einer halben Milliarde Euro fĂŒr eine einzige Branche bleibt auch nach der RĂŒcknahme der PlĂ€ne zur Kfz-Steuerbefreiung grob unverhĂ€ltnismĂ€Ăig. "Dies gefĂ€hrdet nicht nur den begonnenen Transformationsprozess einschlieĂlich seiner Finanzierung, sondern fĂŒhrt vor allem zu einer weiteren Benachteiligung im europĂ€ischen Binnenmarkt", heiĂt es in dem Brief der VerbĂ€nde-Allianz.
Die VerbĂ€nde betonen: "Nur ein geringer Teil des Treibstoff-Verbrauchs der Landwirtschaft entfĂ€llt auf Transporte. Vielmehr wird der Dieselkraftstoff fĂŒr die Bodenbearbeitung, Aussaat und Ernte und fĂŒr das Ausbringen von Betriebsmitteln benötigt. Eine steuerliche Entlastung ist damit gerechtfertigt und das umso mehr, weil auf absehbare Zeit keine alternativen Antriebsarten verfĂŒgbar sein werden." Mit Blick auf die Wettbewerbssituation mahnen die 33 VerbĂ€nde, dass Landwirte in anderen europĂ€ischen Staaten bereits heute einen geringeren Steuersatz als in Deutschland bezahlen. Sie weisen daraufhin: "Die Kostensituation fĂŒr unseren Sektor wie auch die gesamte Volkswirtschaft hat sich durch den steigenden CO2-Preis und die drastische Erhöhung der Lkw-Maut ohnehin deutlich verschĂ€rft hat. Eine zusĂ€tzliche Besteuerung hĂ€tte keinerlei klimarelevante Lenkungswirkung, sondern wĂŒrde eine schlichte Einkommensabschöpfung bedeuten."
DRV-PrĂ€sident Franz-Josef Holzenkamp fordert: "Die Bundesregierung darf sich nicht den Argumenten der starken VerbĂ€nde-Allianz verschlieĂen. Sie muss fĂŒr faire Wettbewerbsbedingungen sorgen, unternehmerisches Handeln mit stabilen und verlĂ€sslichen Rahmenbedingungen fördern und fĂŒr Zukunftsperspektiven sorgen."
Die VerbĂ€nde-Allianz besteht aus: Deutscher Raiffeisenverband e.V., Deutscher Bauernverband e.V., Arbeitsgemeinschaft Deutscher WaldbesitzerverbĂ€nde e.V., Der Agrarhandel e.V., Bund deutscher Baumschulen e.V., Zentralverband der Deutschen GeflĂŒgelwirtschaft e.V., Industrieverband Agrar e.V., Zentralverband Gartenbau e.V., Verband der Ălsaatenverarbeitenden Industrie e.V., Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e. V., Bundesverband Deutscher PflanzenzĂŒchter e.V., Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und GemĂŒse e.V., Bundesverband Rind und Schwein e.V., Bundesverband der Deutschen Weinkellereien e.V., Deutsche Fruchthandelsverband e.V., Milchindustrieverband e.V., Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V., Deutscher Kartoffelhandelsverband e.V., Deutscher Verband Tiernahrung e.V. Deutscher Weinbauverband e.V., Familienbetriebe Land und Forst e.V., Deutscher Forstwirtschaftsrat e.V., Deutscher Jagdverband e.V., Deutscher Fischerei-Verband e.V., Deutscher LandFrauenverband e.V., Interessengemeinschaft Genossenschaftliche Milchwirtschaft, Bundesverband Lohnunternehmen e.V., Bundesverband bĂ€uerlicher HĂ€hnchenerzeuger e.V., Verband Deutscher Putenerzeuger e.V., LandBauTechnik - Bundesverband e.V., Bundesverband Ei e.V., Bund der Deutschen Landjugend e.V., Bundesausschuss Obst und GemĂŒse
Ăber den DRV
Der DRV ist der politische Spitzenverband aller Genossenschaften und genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und ErnĂ€hrungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 1.693 Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung pflanzlicher und tierischer Produkte mit 114.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 6.000 Menschen in Ausbildung einen Umsatz von 85,6 Milliarden Euro. Landwirte, GĂ€rtner und Winzer sind die Mitglieder und damit EigentĂŒmer der Genossenschaften.
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